Eltern in Sorge um Gmeiner-Kinder

Die Schule Gevelndorf nimmt nach den Sommerferien die Gmeiner-Kinder auf. Doch jetzt gibt es Fragen zum Schulweg. J

LÜDENSCHEID ▪ Es wird einiges zu bereden geben, wenn am 28. März der Info-Abend für Eltern der aufzulösenden Hermann-Gmeiner-Schule in der Rathmecke stattfindet.

Denn dort sind Eltern offenbar unzufrieden mit dem Vorhaben, die Kinder nach den Sommerferien im Bus der MVG-Linie 53 zu ihrer neuen Schule nach Gevelndorf fahren zu lassen. Wahlweise sollen alle Eltern, die ihre Kinder selbst dorthin fahren wollen, die Busfahrkosten in Höhe von 380 Euro jährlich überwiesen bekommen. Doch unter einem „Extra-Bus nach Gevelndorf“, der während der Schließungsdebatte im September avisiert worden war, habe man sich etwas anderes vorgestellt, erklärte die Schulpflegschaftsvorsitzende Alexandra Weber auf Anfrage der LN.

Tatsächlich hatte die Schulverwaltung damals nur erklärt, dass die Gmeiner-Kinder „nicht mit den Jugendlichen der weiterführenden Schulen gemeinsam fahren müssen“. Dass damit kein gesonderter Transfer gemeint war, wie er nach der letzten Schulschließung zwischen Brüninghausen und der Kalve eingerichtet wurde, sondern nur die nach dem Hauptschülerverkehr zu nutzende Linie, erfuhr Alexandra Weber aus einem Elternbrief, wie sie berichtet: „Darin fragte Schulleiter Volker Hebeler die Betreuungsbedarfe ab. Wie selbstverständlich kam darin auch der Linienbus vor.“

Daraufhin habe sie den Info-Abend organisiert. Denn nicht nur die älteren Kinder, die bisher ihre Schule vor der Haustür hatten, stünden vor einer völlig neuen Situation. „Gerade auch um die ganz Kleinen, die mit fünf oder sechs Jahren eingeschult werden, machen wir uns Sorgen. Sie sollen in die Linie 53 steigen, ohne dort feste Plätze zu haben, und niemand ist verantwortlich dafür, dass sie dann wirklich sicher die Gevelndorfer Schule erreichen.“

Daher sei die vermeintliche Wahlmöglichkeit für viele Eltern gar keine: „Sie müssen fahren.“ Dann stelle sich aber die Frage, wo sie in Gevelndorf vor der Schule zu den Stoßzeiten parken sollen. Obendrein solle es eine zweite Fahrzeit geben, bei der die Kinder erst zur zweiten Stunde in die Schule kämen.

Die Informationspolitik der Stadt habe für zusätzliche Irritation gesorgt, sagte Weber: „Bei uns ist wirklich dicke Luft.“ Man hätte erst mit den Eltern reden sollen. Stattdessen herrsche der Eindruck vor, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden sollten. „Und das, obwohl wir die Auseinandersetzung um den Schulstandort fair und sachlich geführt haben.“ ▪ hgm

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