Eigenerklärung muss abgegeben werden

Notbetreuung im MK: 85 Prozent der Eltern schicken ihre Kinder in die Kita 

Stiefel an einem Ständer in der Kindertagesstätte
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Lüdenscheider Eltern schicken ihre Kinder in den Notbetrieb. Die Situation ist angespannt.

Seit Montag gilt die so genannte Bundesnotbremse auch für die Betreuung in den Kindertagesstätten. In fast der Hälfte der Kommunen in Nordrhein-Westfalen gibt es für Kita-Kinder nur noch einen Notbetrieb. Der gilt, wenn der Corona-Inzidenzwert über 165 liegt. In Lüdenscheid ist das seit Wochen der Fall.

Lüdenscheid - Vielen Lüdenscheider Eltern flatterte am Wochenende eine E-Mail der Kindertagesstätten ins Haus. Der Anhang: Ein Musterschreiben, auf dem Eltern bestätigen müssen, dass sie auf eine Notbetreuung angewiesen sind.

Neue Regeln für die Notbetreuung

Seit Montag gelten in Lüdenscheids Kitas und in der Tagespflege neue Regeln, die „bedarfsorientierte Notbetreuung“ greift. Anspruch darauf haben nur Eltern, die berufstätig sind und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben oder deren Kinder besonders schutz- bzw. betreuungsbedürftig sind. Diese Regelung ergänzt die Vorgaben des neuen Infektionsschutzgesetzes.

580 Kinder besuchen die neun städtischen Kindertagesstätten. 85 Prozent davon, sagt Stadtpressesprecherin Marit Schulte, werden auch mit der „Notbremse“ in den Tagesstätten betreut – „da gibt’s keine große Veränderung“. Die Situation sei halt angespannt, so Marit Schulte, viele Eltern seien schon lange Zeit in der schwierigen Situation, Grundschüler im Homeschooling und Kindergartenkinder zuhause zu betreuen: „Da stehen alle Seiten unter Druck!“

Stundenzahl wird reduziert

Die gebuchten Stundenzahlen seien um zehn Stunden reduziert und feste Gruppen gebildet worden. Aber auch mit der personellen Ausstattung stehe es durch Krank- und Fehltage der Erzieher nicht zum Besten. Aus den nicht-städtischen Kindertagesstätten sagt Marit Schulte, sei Ähnliches zu hören.

Ablehnen darf eine Einrichtung die Betreuung nicht, wenn die Eltern eine entsprechende Selbsterklärung abgeben. Angehende Schulkinder im letzten Kita-Jahr sowie Kinder mit besonderem Förder- oder Betreuungsbedarf dürfen die Kitas und Tageseltern ohne Eigenerklärung besuchen.

Selbsttest auf Vertrauensbasis

Die Selbsttests seien inzwischen über einen Landesdienstleister an die Kitas ausgeliefert worden – „das muss sich aber noch ein bisschen einspielen“. Hier gelte das Prinzip Vertrauen. Der Test wird vor dem Kita-Besuch zuhause gemacht. Denn für kleine Kinder sei die Testsituation zweimal in der Woche im eigenen Schutzraum Familie leichter.

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