Electronic-Nation lockt tausende Raver zum Loh

LÜDENSCHEID ▪ Der Parkplatz der Schütztenhalle am Lüdenscheider Loh sah zur Electronic-Nation aus wie der eines großen Festivals. Eine Vielfalt an Autokennzeichen, vom Märkischen Kreis über Altenkirchen bis hin zum Ennepe-Ruhr-Kreis, Dortmund und sogar aus den Niederlanden waren vertreten.

„Deeza“, dem Gewinner der DJ-Battle kam die große Ehre zuteil, die Veranstaltung gegen 20 Uhr zu eröffnen. Mit ihm strömten die ersten Musikbegeisterten in die Halle, um den Abend der Abende zu begehen. Gegen 21 Uhr begab sich Venylsurfer an die Plattenteller. Nach einer Stunde gab er die Kopfhörer an MAZEE ab.

Ante Perry war für viele Freunde der elektronischen Tanzmusik ein ausschlaggebender Punkt, um sich eine der 2500 Karten zu kaufen. „Ante Perry war definitiv für mich ein Grund zur Electronic Nation zu gehen. Die Cocktailkirsche ist allerdings heute Abend ganz klar Monika Kruse“, so Katja, Studentin aus Holland. Abgelöst wurde Ante Perry nach knapp 90 Minuten von „andhim“, die sich im Frühling 2010 dazu entschieden ihr Kölner Studio zu verlassen und der Welt zu zeigen, welche Beats sie im Namen ihres ganz eigenen Genres „Super House“ fabriziert haben. Bei näherer Betrachtung war das gute Zusammenspiel des ungleichen Teams aus Köln und Berlin deutlich zu erkennen.

Headliner und absoluter Publikumsfavorit des Abends war wohl Monika Kruse, die gegen 2 Uhr ihre Kopfhörer auf den Lockenkopf setzte und schon mit dem Intro ihres Sets die Masse von Ravern zum Ausflippen brachte. Monika Kruse verstand es einen Spannungsbogen aufzubauen und damit der Electronic Nation die Krone aufzusetzen. Ob diese „Absprache“ mit dem Publikum auf ihr Soziologiestudium zurückzuführen war, blieb fraglich. Nicht jedoch die Kompetenz, genau den perfekt passenden Moment für Beats und den Nerv des Publikums zu treffen. Aber nicht nur sie, sondern auch Ante Perry richtete sein Set- Konzept nach den Reaktionen der tanzenden Masse.

Nicht zuletzt lag die einwandfrei gelungene Performance nahezu aller Künstler an der Licht- und Bühnentechnik die die Veranstalter zu diesem Massenevent auffuhren. Jeweils rechts und links der Bühne befanden sich Leinwände mit einmaligen Videoinstallationen für die Tanzenden im hinteren Bereich des Raumes. Die Lichtinstallation war grandios und in Abstimmung mit den Beats der Musik noch wirkungsvoller. Die Tanzenden genossen sichtlich die große Fläche und kosteten jeden Quadratmeter aus, wobei bei den Getränken kein Wunsch offen blieb und für das leibliche Wohl des ausgelassenen Partyvolkes gesorgt war.

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