Elbik Stanztechnik verlässt Lüdenscheid: Neubau in Rosmart

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Im Gewerbepark Rosmart werden immer mehr Grundstücke verkauft. Auch das Lüdenscheider Unternehmen Elbik Stanztechnik wird noch dieses Jahr den Standort wechseln.

Lüdenscheid - Die Elbik Stanztechnik GmbH zieht von Lüdenscheid nach Altena um – die Unternehmensführung baut derzeit ihren künftigen neuen Sitz im Märkischen Gewerbepark Rosmart, der ein Projekt der Städte Lüdenscheid, Altena und Werdohl ist.

„Damit wir uns weiterentwickeln können“, erklärt Werksleiter Frank Weiß auf Nachfrage unserer Zeitung. Begonnen hätten die Planungen bereits vor etwa einem Jahr, der Umzug könnte im Frühjahr stattfinden. 

Das Unternehmen ist seit 2015 am Römerweg in Lüdenscheid ansässig, damals hat die Elbik Stanztechnik den Werkzeugbau Kasperzik übernommen. Selbst ist die Betriebsstätte Teil der Dietze Group, deren Hauptsitz in der Schweiz ist. 

Von 400 auf 2000 Quadratmeter

„Seit der Übernahme haben wir den Betrieb am Römerweg immer weiter ausgebaut, aber die ehemaligen Räume sind einfach zu klein“, sagt Weiß. Von knapp 400 wechselt das Unternehmen nun auf rund 2000 Quadratmeter Fläche. Dabei handelt es sich um eines der Grundstücke der SKD Transporte Tasyürek oHG, das an Elbik Stanztechnik weiterkauft wurde. Zudem bestehe die Möglichkeit einer nachträglichen Erweiterung. 

Eine vergleichbare Fläche habe es in Lüdenscheid einfach nicht gegeben, betont Weiß. „Wir haben lange gesucht, aber anbieten konnte man uns ein entsprechendes Grundstück nur im Gewerbepark Rosmart.“ Am neuen Standort will das Unternehmen vor allem „in Richtung Hochleistungsstanzen gehen“ und Werkzeuge für den Eigenbedarf und andere Firmen herstellen. 

"Wollen von den strengen Stadtgrenzen weg"

Die attraktiven Bedingungen des Gewerbeparks, bezogen auf die Standortbedingungen und günstige Preise, könnten in Zukunft noch mehr Unternehmen aus Lüdenscheid anlocken. Hinsichtlich des Gewerbesteueraufkommens könnte das für die Stadt relevant werden. 

Das bestätigt auch Holger Moeser aus Lüdenscheid als einer der Vertreter der Märkischer Gewerbepark Rosmart GmbH: Bislang sei das zwar noch kein Thema gewesen, „das wird sich aber noch ändern“. „Wir bewegen uns in Richtung Südwestfalen und wollen langfristig von den strengen Stadtgrenzen weg – wir sehen es als ein interkommunales Gebiet“, erklärt Moeser. 

Deshalb solle das Gewerbesteueraufkommen bedingt auf die drei Städte verteilt werden. „Wie, ist noch unklar, das hängt auch von den jeweiligen Schlüsselzuweisungen und anderen Faktoren ab.“ Noch gebe es keine Lösung, „wir sind dabei, das umzusetzen. Die Details müssen allerdings noch geklärt werden“.

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