Reinigung war vor Wochen beauftragt

Ekel-Alarm am Automaten: Autofahrer ärgern sich über Tauben-Dreck im Parkhaus

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Das Foto entstand am 14. Januar im Parkhaus im Rathaus auf der dritten Ebene.

Lüdenscheid - Wie lange wurde hier nicht gereinigt, dass der Haufen Dreck so groß wurde? Ein aktueller Fall aus dem Parkhaus im Rathaus spült ein altes Lüdenscheider Reizthema wieder an die Oberfläche: Tauben.

Vor dem Bezahlen kommt der Ekel. In der dritten Ebene des Parkhauses im Rathaus unmittelbar neben dem Parkscheinautomaten haben sich über Wochen die Hinterlassenschaften von Tauben angesammelt. 

Der Kot-Berg ist ein echtes Ärgernis für Rathaus-Besucher und Kunden des innerstädtischen Einzelhandels – und zudem bei direktem Kontakt auch gesundheitsgefährdend. 

Für die Lüdenscheider Stadttauben ist das Parkhaus seit Jahren Rückzugsort. Daran haben auch die zahlreichen Maßnahmen nichts geändert, die im Laufe der Zeit die Vögel fernhalten sollten. 

2016 wurde das Parkhaus schon einmal vom Taubendreck befreit.

Fast auf allen Vorsprüngen und Winkel hat das Lüdenscheider Stadtmarketing (LSM), das das Parkhaus bewirtschaftet, sogenannte Tauben-Spikes montiert. So soll verhindert werden, dass die Tiere sich niederlassen. Zudem wurden Lochbleche gesetzt und Nischen verkleidet; die Vögel aber wird das Stadtmarketing nicht los. 

Reinigung vor Weihnachten beauftragt

„Die Tauben suchen sich ihren Weg“, weiß Stadtsprecherin Marit Schulte. Oberhalb des Parkscheinautomaten haben die Tiere offenbar einen Schlafplatz gefunden. Dass der Kot allerdings so lange liegen bleibt, war nicht beabsichtigt. „Das Lüdenscheider Stadtmarketing hat die Reinigung bereits vor Weihnachten in Auftrag gegeben“, erklärt Schulte. Nun solle der Dreck beseitigt werden. 

Die Geschichte der Tauben in Lüdenscheid ist kontrovers. Auch wenn Marit Schulte sagt, dass die Stadt keine Taubenplage habe, waren und sind die Vögel immer wieder Gegenstand hitziger Diskussionen. 

In Hamm gibt es ein Stadttauben-Projekt.

Noch bis zu Beginn des Jahrtausends wurde Futter verstreut, dass die Vögel unfruchtbar macht. Nachdem es vom Markt genommen wurde, wurde es auch nicht mehr eingesetzt. 

Tierschützer kritisierten Kampagne der Stadt

„Tauben geht es nicht besser, wenn es mehr werden“, sagt Schulte. Deshalb versucht die Stadt, das Nahrungsangebot knapp zu halten. So ist zum Beispiel in der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet Lüdenscheid in Paragraf 9 geregelt, dass „Stadttauben nicht gefüttert werden“ dürfen. Wer es dennoch tut, riskiert ein Ordnungsgeld von bis zu 1 000 Euro. 

Immer wieder versucht die Stadt, die Taubenpopulation einzudämmen. Im Sommer 2015 zog Fachbereichsleiter Thomas Ruschinviel Kritik von Tierschützern auf sich, als er Flugblätter mit der Aufschrift „Ratten füttern Sie doch auch nicht“ auf dem Wochenmarkt verteilte. 

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