Eiszapfen: Schilder und Flatterband reichen nicht

LÜDENSCHEID ▪ Das angekündigte Tauwetter birgt Gefahren: Eiszapfen. Verstärkt achtet der Außendienst des Rechts- und Ordnungsamtes in diesen Tagen auf vereiste Dachrinnen und -kanten – und fordert Grundstückseigentümer auf, Eiszapfen zu beseitigen. Das teilte Martin Haase vom Rechts- und Ordnungsamt gestern im LN-Gespräch mit.

Auch wenn Hausbesitzer durch die Behörde nicht zu erreichen sind, müssen die gefährlichen Anhängsel verschwinden. Wie Haase sagte, beauftragt die Stadt dann „im Wege der Ersatzvornahme“ einen Dachdecker. Der schickt die Rechnung ins Rathaus, die Verwaltung leitet sie an den Hausbesitzer weiter.

Schilder mit der Aufschrift „Vorsicht, Eiszapfen!“ sind nach Einschätzung Haases „zwar sinnvoll“, entbinden Grundstückseigentümer aber ebenso wenig wie Absperrbänder von ihrer Pflicht, Eiszapfen zu beseitigen.

Auf den Straßen geht es unterdessen munter weiter mit den Rutschpartien. Immer noch verwendet der Räumdienst laut STL-Einsatzleiter Frank Wiemer „möglichst wenig“ Salz. Einer aktuellen Meldung des Städte- und Gemeindebundes zufolge, nach der städtische Betriebshöfe Lieferengpässe beklagen oder aus dem Ausland überteuert dazukaufen müssen, treffen auf den STL allerdings nicht zu, wie Wiemer weiter sagte. „Wir haben noch Reserven beim Lieferanten liegen. Donnerstag bekommen wir weitere 200 Tonnen.“

Die Stadt teilte gestern Nachmittag mit, dass zu den vier Straßen, die wegen der Schneemassen nur noch in einer Richtung befahren werden dürfen (wir berichteten), heute zwei weitere hinzukommen. Es handelt sich um die Philipp- und die Peterstraße.

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