Zwei Unfälle in Lüdenscheid 

Eisplatten sehen aus wie Glasscherben: Diese Kettenreaktion ist die Folge

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An der Talstraße kam es zu einem Unfall. 

Lüdenscheid - Eisplatten können aussehen wie Glasscherben - insbesondere, wenn sie direkt neben einer Unfallstelle liegen. Das Ausweichmanöver hatte teure Folgen. 

Eis war am Donnerstagmorgen wohl Auslöser für einen Verkehrsunfall auf der Talstaße in Lüdenscheid, bei dem zwei Personen leicht verletzt wurden. Allerdings ist keiner der Beteiligten durch Glätte ins Schleudern gekommen, vielmehr war eine Verwechslung die Ursache: Eine BMW-Fahrerin hielt die Eisstücke für Glasscherben und wollte ausweichen. Dann krachte es, direkt neben einer anderen Unfallstelle.

Drei Unfälle waren gemeldet

Auch für die Polizei war die Situation sehr undurchsichtig. Gemeldet wurden gegen 07.30 Uhr gleich drei Unfälle, auf der Höhe eines Autohauses. Vor Ort stellte sich heraus, dass es wohl um zwei Unfälle handelte, die sich kurz hintereinander ereignet haben. 

An der Talstraße kam es zu einem Unfall. 

Der erste war eher alltäglicher Art: Die 24 Jahre alte Fahrerin eines Ford Fiestas bemerkte zu spät, daß ein vor ihr fahrender Golf verkehrsbedingt bremste und fuhr auf. Hier blieb es beim Blechschaden, weder ihr noch dem 18-jährigen VW-Fahrer ist dabei etwas passiert.

Auffahrunfall mit Folgen

Ungewöhnlicher wird es einige Minuten später: Als die beschädigten Autos bereits am Straßenrand standen, kam eine BMW-Fahrerin an der Unfallstelle vorbei und sah Eisstücke auf der Fahrbahn. Aufgrund des Unfalls hielt sie diese für Glasscherben, wich reflexartig aus und bremste. 

Dies gelang auch der Fahrerin eines nachfolgenden VW Lupos. Nicht aber dem 25-jährigen Lüdenscheider dahinter: Er konnte nicht mehr bremsen und schob mit seinem Seat beide Autos zusammen. Dabei wurde sein Auto massiv beschädigt. 

Sachschaden bei rund 15.000 Euro

Noch schlimmer traf des den Lupo in der Mitte, der wohl einen Totalschaden erlitt. Auch bei dem BMW sorgte die Aufprallenergie für einen Heckschaden. Insgesamt taxiert die Polizei den Sachschaden für diese drei Fahrzeuge auf etwa 15.000 Euro. Zur Schadenshöhe beim ersten Unfall wurde keine Aussage gemacht.

Zwei Personen kamen ins Krankenhaus

Der Verursacher des zweiten Unfalls blieb unverletzt, die beiden anderen Beteiligten kamen jedoch vorsorglich ins Krankenhaus. Allerdings betonte die Polizei, dass sie keinesfalls schwer verletzt seien. 

An der Talstraße kam es zu einem Unfall. 

Zu der Frage, inweit sich die Verwechslung der Eisstücke auf die Schuldfrage auswirkt, stellt die Polizei klar: "Das Ausweichen war legitim. Zum einen hätten es wirklich Glasscherben sein können, zum anderen muss man immer rechtzeitig anhalten können."

Bereich wurde anschließend gestreut

Glücklicherweise konnten die Beamten den Verkehr einseitig an der Einsatzstelle vorbeileiten. So hielt sich die Behinderungen des Berufsverkehrs einigermaßen in Grenzen. Gegen 9 Uhr war die Talstraße dann wieder komplett frei, nachdem Straßen.NRW in dem betroffenen Bereich Streusalz verteilt hat.

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