Einweihungsparty für neue Außenwohngruppe

LÜDENSCHEID ▪ Brot und Salz hatten die Gäste dabei, viele Blumen und noch mehr gute Wünsche: Mit einem Fest für Nachbarn und Offizielle, für Helfer und Mitarbeiter weihte das Haus St. Josef am Freitag seine neue Außenwohngruppe in Brüninghausen ein. Damit hallt wieder fröhliches Kinderlachen durch die Räume und Gänge der ehemaligen Grundschule.

„Ein Kraftakt“ sei es gewesen, betonte Jörg Fengels, Geschäftsführer im „Mutterhaus“ an der Gartenstraße und ging kurz auf die Vorgeschichte von Leerstand, Kauf und Renovierung ein. Sein Dank galt Sparkassendirektor Udo Lütteken, dessen Institut den Kauf mit 60 000 Euro unterstützt und erst ermöglicht hat. Dann investierte der neue Eigentümer nochmals rund 340000 Euro in den rund viermonatigen Umbau, der „fast auf den Punkt genau“ fertig geworden ist. Seit dem 22. März ist das Haus nun bewohnt. Um die Kinder kümmern sich Lutz Lüsebrink und seine Frau Johanna Förth-Lüsebrink gemeinsam mit drei Mitarbeitern; im Sommer kommt ein weiterer dazu. „Neues Team, neues Haus, neue Kinder“, stellt Jörg Fengels fest: „Das war schon eine Leistung.“

Kinder ab sechs Jahren nimmt die offiziell „AWG-Brüninghausen“ genannte Einrichtung auf. Die Wohngruppe will den Kindern das geben, was ihnen bislang gefehlt hat: stabile Beziehungen und Bindungen, Erziehung, einen klar strukturierten Tagesablauf, bis sie entweder in ihre eigene Familie zurückkehren oder – gut vorbereitet – selbstständig leben können. „Wir sind froh über so eine tolle Nutzung“, sagte auch die Erste Stellvertretende Bürgermeisterin Verena Szermerski-Kasperek.

„Wir haben das Haus lange im Visier gehabt“, erinnert sich Fengels. Die Lage sei interessant, das Gebäude markant. Vorab habe man die Nachbarn gefragt, was sie von der Idee halten würden, dass hier Kinder einziehen würden. „Gott sei Dank“, hätten die gesagt, freut sich Fengels. Und: „Diese Toleranz, die brauchen wir auch.“

Die ehemalige Schule am Hollmecker Weg 1 war für Nachbarn und ehemalige Schüler kaum wiederzuerkennen. Einzelzimmer für acht Kinder gibt's; ein Jugendlicher übt im eigenen Apartment Selbstständigkeit. Dazu gibt es moderne Sanitärbereiche sowie einen hellen, großzügigen Gruppenraum mit Küche. Und für alles gab's den Segen von Kreisdechant Johannes Broxtermann. Was jetzt noch fehlt, ist etwas Grün für den asphaltierten Schulhof. Dafür standen gestern Spendendosen auf den umlagerten Partytischen.

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