DJK Eintracht Lüdenscheid: Gala zum 90. Geburtstag

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Exotische Tanzeinlagen und akrobatische Shows bei der DJK-Gala. ▪

LÜDENSCHEID ▪ 90 Jahre sind ein bewegender Zeitraum und ein würdiger Anlass zum feiern. Und das machte die Deutsche Jugendkraft (DJK) Eintracht auch. Mit einer großen Gala der Turnkunst vor rund 300 Gästen im Kulturhaus wurde der Jubiläumsabend stilecht eröffnet. Nicht nur Gruppen des eigenen Vereins, sondern auch auswärtige hochkarätige Sportler hatten sich eigens für diesen Auftritt eine Choreographie ausgedacht.

Durch die Veranstaltung führte Dirk Weiland. „Geburtstag feiern ist immer etwas Besonderes und bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung – gerade, wenn es der 90. ist“, sagt er zum zahlreich erschienenen Publikum. „Deshalb bieten wir heute ein Programm voller Akrobatik, Spitzen- und Hochleistungssport, Spannung und Dramatik.“

Los ging es mit den Kleinsten der DJK. In gold-glitzernde Kostüme gehüllt zeigten sie eine Turnchoreographie mit tänzerischen Elementen. Mal besinnlich, mal rockig bogen sie ihre Körper zur Musik.

Die DJK Eintracht wurde am 26. Juli 1920 gegründet. Moderator Dirk Weiland hatte sich besonders gut auf die Veranstaltung vorbereitet und im Internet recherchiert: „An diesem Tag ist nichts weiter passiert – nur in Lüdenscheid die Gründung der DJK.“ Weiter ging es mit neun Jungs des TV Friesen, einem Gastverein. Sie zeigten laufendes Bodenturnen, wie Rollen, Handstände mit Überschlag und Salti zu Panflöten-Musik. Dabei wurden sie immer schneller und flogen mit Leichtigkeit durch die Luft. Auch der TuS Bommern begeisterte das Publikum mit einer Step-Aerobic-Show mit dem Motto „Copa Cabana“. „Mittlerweile ist Step Aerobic eine Wettkampf-Disziplin, der TUS Bommern wurde 2009 in Tschechien Vize-Europameister“, informierte Weiland. Danach gab es „ein bißchen was für die Damen“: Die Gym-Boys aus Lettland. Drei sehr muskulöse junge Männer, die mit ihrer Gymnastik-Show der besonderen Art beeindruckten.

Es folgten Darbietungen vom Showtanz mit Jazz-Elementen zur Musik des Musicals „Miami Nights“ im Stil der 80er Jahre und Skipping. Was früher „Seilchen springen auf der Straße“ war, ist heute Hochleistungssport: Die Skipping Devils vom TVG 1877 Hamm haben mehr als ein Jahr an der Choreographie gearbeitet und zeigten – immer mit dem richtigen Schwung aus dem Handgelenk – verschiedene Arten des Seil-Springens. Aus dem eigenen Verein kamen die Ballerinen, die sich die Werke des Malers Edgar Degas zum Thema machten: Wie er die Ballerinen gemalt hat, tanzten sie auch. Für beste Stimmung sorgten nach der eher leisen und stimmungsvollen Darbietung der drei Ballett-Gruppen des DJK wieder die Gym-Boys: Sie tanzten – im Tutu – Schwanensee und zeigten dabei viel Humor. Der Schalksmühler Turnverein hatte eine Kombination aus Bodenturnen, Tanz und Trampolinspringen im Gepäck, der Kunstturnverein Dortmund zeigte eine Show vor der Filmkulisse von „Sin City“. Keulen, Bälle und Bänder verwendeten die Mitglieder der DJK und heimsten dafür einen großen Applaus ein. Höhepunkt des Abends war neben den Gym-Boys die Show von Hugo Noel. Der 26-jährige Kanadier ist international bekannt und liebt es, sein Publikum mit akrobatischem Können und einmaligen Choreographien in den Bann zu ziehen.

Nach der gut zweistündigen Gala fanden sich die Gäste in den Sälen des Kulturhauses ein, um sich nach so vielen sportlichen Darbietungen selbst zur Live-Musik von M&M zu bewegen. -vera

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