Einsturzgefahr: Historische Stützmauer muss abgestützt werden - mit neuer Mauer

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Die Stützmauer zum Grundstück an der Altenaer Straße 28 ist baufällig. Sanierung und Ersetzung sind ausgeschlossen. Der Vorschlag der Verwaltung lautet, eine weitere Mauer zur Stabilisierung zu bauen.

Lüdenscheid - Entlang des Fußweges und der Verbindungstreppe zwischen der Sedanstraße und der Altenaer Straße verläuft eine Stützmauer, die ein höher gelegenes Grundstück abfängt. Oder zumindest abfangen soll, denn dieses Mauerwerk benötigt mittlerweile selbst Unterstützung.

Eine weitere Stützmauer soll das bereits vorhandene Bauwerk demnächst verstärken, wie die Stadtverwaltung in einer Beschlussvorlage für die Ratssitzung am kommenden Montag ausführt. 

Die alte Stampf- und Splittmauer stammt vermutlich aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts. Bei einer Bauprüfung durch ein Ingenieurbüro habe sich herausgestellt, dass sie statisch nicht mehr stabil ist. Die Verwaltung führt weiter aus, dass gravierende Risse, Betonausbrüche und geradezu komplette Durchbrüche im Mauerwerk zu erkennen sind.

Der deutliche Schiefstand und durchfeuchtete Stellen verweisen darauf, dass das Bauwerk keinen weiteren Witterungsverhältnissen mehr standhalten kann. Als Absturzsicherung diente bereits ein Betongeländer auf der städtischen Stützmauer. 

Auch dieses zeige derartige Schäden auf, so dass es als Sofortmaßnahme durch einen neuen Holzzaun ersetzt werden musste. Das reiche jedoch nicht aus, um die Stabilität des Bauwerks zu erhalten. 

Die Schadensdokumentation ergab weiterhin dringenden Handlungsbedarf. Dabei sei eine Sanierung der stark beschädigten Mauer laut Ingenieurbüro weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Auch die Ersetzung des alten Bauwerks durch L-Steine würde einen erheblichen Eingriff in das Privatgrundstück Altenaer Straße 28 bedeuten. 

Aus diesen Gründen schlägt die Verwaltung vor, eine neue Mauer neben die bisherige zu setzen und den entstehenden Raum zwischen den Bauwerken mit Beton zu verfüllen. Finanziert werden soll die Maßnahme durch eine Bereitstellung von außerplanmäßigen Mitteln in Höhe von 170 000 Euro.

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