Einstimmiges Ja zu neuer Satzung für die Altstadt

LÜDENSCHEID - Ohne Debatte und ohne Gegenstimme hat der Planungsausschuss dem Stadtrat gestern die neue Gestaltungssatzung für die Altstadt und die Wilhelmstraße empfohlen.

Wie ausführlich berichtet, ist das Ziel die mittelfristige Wiederherstellung des Altstadtbildes mit seinen Gründerzeit- und Jugendstilfassaden. Stimmt auch der Stadtrat der Satzung wie erwartet zu, dann müssen künftige Mieter und Eigentümer in der Altstadt und auf der Einkaufsmeile die historischen Fassaden wiederherstellen oder freilegen. Nicht mehr erlaubt ist die Verblendung der Erdgeschoss-Fassaden mit Blechen oder Kunststoffen, die Farbe des Hauses hat sich auch im Parterre wiederzufinden, Werbeanlagen müssen zurückhaltender gestaltet werden, etwa durch Einzelbuchstaben an Stelle von großen Reklametafeln.

Als Anleitung dienen soll eine erläuternde Gestaltungsfibel, die gestern wegen ihres Umfangs mit vielen Beispielen und Systemskizzen noch nicht mit beschlossen werden konnte. Sie soll künftig allen Planbeteiligten einen Leitfaden „zum Erkennen, Bewerten, Bewahren und Weiterentwickeln stadtbildprägender Elementen an die Hand geben“. Wegen der aktuellen Modernisierungs- und Umnutzungswelle, die im Sommer am stärksten stattfindet, sollte jedoch, um Negativbeispiele zu verhindern, die fertige Gestaltungssatzung zunächst ohne Fibel beschlossen werden. Auch ein Masterplan Licht ist mit der Fachhochschule Dortmund noch zu konkretisieren.

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