Pfarrer weg/Kiga-Zukunft offen

Apostel- und Auferstehungskirche stehen vor Verkauf

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Pfarrer Friedemann Kölling verlässt die Versöhnungskirchengemeinde. „Seine“ Auferstehungskirche an der Höher Weg soll vermietet oder verkauft werden.

Lüdenscheid - Einschneidende Veränderungen stehen in der Versöhnungskirchengemeinde bevor. Die wichtigsten Stichworte: Weniger Pfarrer und weniger Kirchen. So sollen die Auferstehungskirche und die Apostelkirche sowie deren Gemeindezentrum verkauft oder vermietet werden. Zudem ist auch die Zukunft der Kindergärten der Gemeinde noch offen.

Laut Superintendent Klaus Majoress ist die Zahl der Gemeindemitglieder der Versöhnungskirchengemeinde mittlerweile auf weniger als 6000 zurückgegangen. Bei den Kirchensteuereinnahmen sei folglich ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen.

Es sei, so hieß es bei einer Versammlung am Sonntag, mit tiefgreifenden Änderungsprozessen zu rechnen. Fest steht bereits, dass im kommenden Jahr das Gemeindeleben weitgehend in die Erlöserkirche und ihr Gemeindezentrum verlegt wird. Ab 2016 sollen so gut wie alle Gottesdienste von den drei Gemeindebezirken gemeinsam gefeiert werden und in der Erlöserkirche stattfinden. Lediglich Kinderbibelwochen und besondere Projekte sollen noch in der Apostel- und in der Auferstehungskirche durchgeführt werden. Nach und nach sollen alle Gruppen und Kreise ihre Arbeit in die Erlöserkirche und deren Gemeindezentrum verlegen. Das Ziel: Die Auferstehungskirche, die Apostelkirche und ihr Gemeindezentrums sollen vermietet oder verkauft werden sollen.

Zukunft der Kindergärten offen

Auch die Zukunft der Kindergärten der Gemeinde und Personalfragen wie die nach den Stellen der Jugendreferenten sind offen.

Eine Pfarrstelle gestrichen

Aus Kostengründen, so führte Klaus Majoress weiter aus, habe auch eine Pfarrstelle gestrichen werden müssen. Inzwischen habe Pfarrer Friedemann Kölling eine Berufung in eine Pfarrstelle in Soest angenommen.

Kölling wird am 6. Dezember verabschiedet

Auch von der Apostelkirche will sich die Gemeinde trennen.

Er habe auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen die Initiative ergriffen, sich beruflich zu verändern. Seine Ehefrau, Pfarrerin Brigitte Kölling, wechselt in die Reha-Seelsorge nach Bad Sassendorf. Die Verabschiedung findet am 6. Dezember statt.

Von der Nachricht vom Fortgang des beliebten Gemeindepfarrers, der 26 Jahre lang in der Auferstehungskirchengemeinde tätig war, waren viele Teilnehmer bewegt. Zudem kam die Frage auf, wie die verbleibenden Pfarrer künftig seine Aufgaben zusätzlich bewältigen können.

Deutliche Kritik

Deutliche Kritik wurde in der Versammlung daran geäußert, dass die Größe der Gebäude ausschlaggebend für die Wahl der Erlöserkirche und ihres Gemeindezentrums sein soll. Bedenken wurden nicht nur von Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren geäußert, für die es schwierig ist, diese über das Kopfsteinpflaster zu erreichen, sondern auch von solchen, die sich in ihren bisherigen Gemeinden „zuhause“ fühlen und sich an den Gedanken einer Veränderung nicht gewöhnen können.

Gemeindeleben auf einen Standort konzentrieren

Den Entscheidungen über die zukünftige Ausrichtung der Versöhnungskirchengemeinde ist ein einjähriger Entwicklungsprozess vorausgegangen, an dem sich zahlreiche Gemeindemitglieder aller Generationen beteiligt haben. Die grundsätzliche Zielrichtung, das gesamte Gemeindeleben auf einen Standort zu konzentrieren, ist dabei der gravierendste Schritt. Nach vielen Überlegungen und Gesprächen habe sich die Überzeugung herauskristallisiert, dass ein zentrierter Standort die beste Voraussetzung für eine lebendige Gemeinde biete.

Die Verantwortlichen der Versöhnungskirchengemeinde und des Entwicklungsprozesses appellieren an die Gemeindeglieder, sich offen und aktiv an der Weiterentwicklung der Gemeinde zu beteiligen und die Einheit der Gemeinde anzustreben.

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