„Einmal anzünden und fertig“

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Dennis Schledz und Sonja Caputo vom Hit-Markt an der Glatzer Straße betreuen das Sortiment.

LÜDENSCHEID - Wenn der 29. Dezember auf einen Sonntag fällt, dann beginnt der Silvesterverkauf einen Tag früher; und so konnten die Lüdenscheider bereits am Samstag die ersten Böller und Raketen für den Jahreswechsel in den Einkaufskorb packen.

Von Jari Wieschmann

Dass Batteriefeuerwerke im wahrsten Sinne des Wortes die Kracher bei den Kunden sind, bestätigten die meisten Verkäufer gegenüber unserer Redaktion. Bereits nach einer Stunde hatte Kai-Jörg Kawi seinen Bestand abverkauft. Der Trend gehe ganz klar in diese Richtung: „Einmal anzünden und fertig“.

Seit fünf Jahren betreibt der hauptberufliche Feuerwehrmann seinen Silvesterverkauf an der Königsberger Straße: „Neben den Batteriefeuerwerken habe ich mich auf großvolumige Raketen spezialisiert. Die fliegen mehr als 50 Meter hoch und dann macht es Bumm.“ Auch D-Böller seien sehr nachgefragt.

OBI-Mitarbeiter Christoph Lippe muss nicht lange suchen, um den beliebtesten Artikel des Silvester-Geschäfts zu finden: der martialisch klingende „Trouble Maker“ ist eine 5-fach-Batterie mit 582 Schuss. Allerdings sei die Nachfrage noch schleppend. Richtig in Fahrt komme der Verkauf erst am Montag und Dienstag; darüber waren sich alle Befragten einig.

Neben der Effekthascherei durch Raketen und andere Knallkörper liegt aber auch das traditionelle Bleigießen in der Gunst der Kunden ganz weit vorn. „Im vergangenen Jahr war die Nachfrage riesig, vor allem bei jungen Leuten“, so Toom-Mitarbeiter Peter Reinbold. Aufgrund des Bedarfs hat er in diesem Jahr seinen Bestand erhöht.

Diesen Trend können auch Sonja Caputo und Dennis Schledz vom Hit-Markt an der Glatzer Straße bestätigen. „In den vergangenen zwei Wochen haben bereits viele Jugendliche nachgefragt, wann den der Verkauf losgeht“.

Doch auch diese Kunden gibt es: Ein Vater betritt den Laden und stöbert eher widerwillig in der Box mit dem Raketen-Sortiment: „Eigentlich will ich ja gar nichts kaufen“, sagt er und schaut dabei den Sohn eher vorwurfsvoll an.

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