Einkaufsstadt mit Potenzial

LÜDENSCHEID ▪ Die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und der Einkaufsstadt Lüdenscheid stehen auf der Prioritätenliste des Stadtentwicklungskonzeptes ganz oben. Dies erklärte die Verwaltung in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses.

Planungsamts-Chef Martin Bärwolf wies auf die Bedeutung der Bergstadt als Einkaufsschwerpunkt auch für das Umland hin. Mittlerweile kämen etwa 200 000 Menschen regelmäßig zum Einkaufen nach Lüdenscheid. „Hier gibt es noch weiteres Potential“, betonte Bärwolf.

Dass die Stadtenwicklung zunächst in der Innenstadt vorangetrieben werden soll (wir berichteten), kritisierte Jens Voß. „Wenn wir die Probleme in den Stadtteilen nicht bald angehen, werden sie noch größer“, sagte der SPD-Politiker. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir natürlich auch dort tätig. Aber alles können wir nicht auf einmal stemmen“, antwortete ihm Bärwolf.

Er wies darauf hin, dass bereits eine Bestandsaufnahme bezüglich der Probleme in den Stadtteilen Brügge, Rathmecke/Dickenberg und Tinsberg/Kluse erfolgt sei. Während in Brügge besonders viele Leerstände und hohe Miet-Fluktuation zu verzeichnen seien, verliere der Stadtteil Rathmecke/Dickenberg die meisten Bewohner. „Hier ist die Wegzugsrate am höchsten“, sagte er. Die Infrastruktur sei gefährdet. Im Bereich Kluse/Tinsberg breche der Einzelhandel weg. Zudem wohnen dort besonders viele Bewohner mit Migrationshintergrund.

Bezüglich des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes zur „Denkfabrik“ sagte Rüdiger Wilde, die Qualität der Architektur müsse im Auge behalten werden. „Innovative Ideen sind wichtig“, betonte Wilde und wies auf die Möglichkeit hin, diesbezüglich Wettbewerbe auszuschreiben. Bärwolf zeigte sich begeistert, Jens Voss meinte dagegen, dieser Vorschlag müsse erst in den Fraktionen beraten werden.

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