Schweitzer-Schule: Parteien sammeln weitere Fakten

Die Zukunft des Schweitzer-Schulgebäudes bestimmte die Diskussion im Rat der Stadt.

LÜDENSCHEID ▪ Der Rat diskutierte, als stünde die Entscheidung bevor. Doch letztlich ging es zunächst „nur“ um Prüfaufträge, Umfänge und sinnvolle Ergänzungen hinsichtlich der Ideen zur Zukunft von Musikschule, VHS und Folgenutzung Albert-Schweitzer-Schulgebäude.

Hier bewiesen Ampel und CDU in der letzten Ratssitzung des Jahres adventlichen Gemeinschaftsgeist und einigten sich auf einen um CDU-Wünsche ergänzten Ampel-Antrag. Bis Februar sollen nun weitere wirtschaftlich sinnvolle Nutzungen für das Schulgebäude geprüft werden unter Bürgerbeteilung in Form einer Infoveranstaltung. Besonders die Grünen hatten sich stark gemacht, die im CDU-Antrag geforderten Prüfaufträge zuzugestehen, wie Hermann Morisse betonte. Auch Kirsten Petereit forderte mehr Fakten vor einer Entscheidung, andernfalls rede man „über ungelegte Eier“. Als Stichworte nannte sie Bürgerfreundlichkeit und Kosten – darum sollte es gehen, deshalb wolle man dem CDU-Antrag zustimmen.

Stadtkämmerer Karl Heinz Blasweiler versuchte, die Diskussion von der persönlich-politischen Ebene (CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling zum FDP-Kollegen Jens Holzrichter: „Sie wollen einfach nicht, dass die VHS in der Stadt bleibt“ / Holzrichter zu Fröhling: „Quatsch!“) wieder auf den Punkt zu bringen: Das Thema werde, auch öffentlich, nur auf die Standortfrage verkürzt. „Aber wir wollen pro Jahr eine halbe Million Euro sparen.“ Zudem platze die Musikschule aus allen Nähten. Dass bei alledem viel zu wenig über Folgekosten geredet werde, kritisierte Architekt Rüdiger Wilde (CDU). Der Schulbau sei energetisch nicht zeitgemäß: „Alles, was man anpackt, führt zu weiteren Kosten. Das ist bisher nirgends ausgearbeitet.“ Aus seiner Sicht sei das Gebäude aus jeglicher Folgenutzung auszuschließen.

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