Ein Gang über den Lüdenscheider Weihnachtsmarkt

Einhorn-Mützen und Monster-Äpfel: Entdeckungen auf dem Weihnachtsmarkt

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Diese Einhorn-Mützen, deren Ohren sich auf Knopfdruck aufstellen, liegen in diesem Jahr voll im Trend.

Lüdenscheid - Heidelbeer-Glühwein und Eierpunsch, dazu die Lüdenscheider Sammeltasse, Mützen mit aufgestellten Ohren per Knopfdruck, Schmiedekunst und Knöterich-Bonbons: Klein, aber fein präsentiert sich in diesen Wochen der Lüdenscheider Weihnachtsmarkt und lädt zu so manchen Entdeckungen ein. Für viele ist die Budenstadt zudem ein beliebter Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit. Wir haben den Gang über den Markt gemacht.

Zugegeben: Bei Temperaturen im positiven Bereich und feinem Nieselregen kommt noch nicht bei jedem die richtige Weihnachtsstimmung auf. Doch die Händler des Lüdenscheider Weihnachtsmarktes, die seit einer guten Woche ihre Hütten geöffnet haben, setzen alles daran, dies zu ändern. Ob Glühwein oder Bratwurst, gebrannte Mandeln oder Hotdogs – es ist zunehmend schwer, sich den Düften zu entziehen. 

Schon von Weitem – egal aus welcher Richtung man kommt – sind der zentrale Weihnachtsbaum sowie die überdimensionale Pyramide nicht zu übersehen. Von der Wilhelmstraße kommend geht es vorbei an der traditionellen Rundhütte mit Handwerkskunst aus dem Erzgebirge zum Glühweinstand von Thomas Jacob – und damit zu einem der Treffpunkte des Weihnachtsmarktes. 

Seit der Eröffnung trifft man sich zu Glühwein, Eierpunsch, Jagertee & Co. und stimmt sich gemeinsam auf die Weihnachtszeit ein. Für 3 Euro (Pfand 2,50 Euro) ist man in diesem Jahr für einen Glühwein dabei, 50 Cent mehr als im vergangenen Jahr. 

„Den langjährigen Preis von 2,50 konnten wir nicht mehr halten“, erklärt Thomas Jacob. Damit ist er übrigens nicht allein, denn auch auf den großen Märkten in Köln oder Dortmund wurde der Preis angehoben. 

Eindrücke vom Lüdenscheider Weihnachtsmarkt

Geblieben ist hingegen die Tradition der Lüdenscheider Tasse: In der Trendfarbe türkis, inklusive Aufdruck, präsentiert sie sich in diesem Jahr – 1200 Stück hat Jacob bestellt, denn: „Viele nehmen die Tasse nicht nur als Erinnerung mit nach Hause, sondern bestellen gleich mehrere, um sie als Weihnachtspräsent innerhalb Deutschlands zu verschicken.“

 Ebenfalls schon eine kleine Tradition am Stand von Thomas Jacob: Das Trinkgeld fließt in voller Höhe an das Kinderhospiz Balthasar in Olpe – „das ist eine Herzenssache“. 

Am Hotdog- und Hamburger-Stand vorbei geht es zu einem der zwei Grillstände der Familie Ilcev. Hier ist auch in der Mittagszeit bereits Betrieb, zu verlockend ist der Duft nach Bratwurst, Krakauer, Steak und mehr. 

Doch damit nicht genug: Wer seine Mittagspause in der Stadt verbringt, hat in diesen Wochen die Qual der Wahl: Denn neben den Grillspezialitäten vom großen Schwenkgrill laden auch Champignons aus der großen Pfanne, Reibeplätzchen und Crêpes, Fischbrötchen und Suvlaki zum Schlemmen ein. 

Die Vielfalt ist groß „und es sollte für jeden etwas dabei sein“, ist sich Weihnachtsmarktbetreiber Hartmut Langhoff sicher. Gemeinsam mit dem Lüdenscheider Stadtmarketing zeichnet er für die Budenstadt sowie die Eisbahn verantwortlich – und ist überzeugt: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Flächen, die wir nutzen können, haben wir genutzt. Der Weihnachtsmarkt – ebenso wie die Märkte in der Oberstadt – bringen Leben in die Stadt.“ 

Und das gilt auch für die weiteren Stände, deren Betreiber seit vielen Jahren nach Lüdenscheid kommen. Von Beginn an dabei ist beispielsweise Kai Funke mit seinem Angebot an Mützen, Ohrwärmern & Co. Sein Highlight in diesem Jahr: Mützen mit Ohren, die auf Knopfdruck anfangen zu wackeln. „Die kommen sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen gut an“, weiß Funke um die Beliebtheit der farbenfrohen Einhörner oder dezenteren Hasen. Kostenfaktor: 12,90 Euro. 

Anis-Melone, Knöterich, Fenchel oder Spitzwegerich – etwa 30 Sorten und Mischungen gibt es am Bonbon-Stand der Familie Langhoff. Ganz neu in diesem Jahr: die Zimtherzen – die Tüte gibt’s für 3,90 Euro. Während die Schausteller in Hagen bereits auf Papiertüten umgestellt haben, kommen in Lüdenscheid noch die Plastiktüten zum Einsatz. 

Glaskugeln, Teelichter, Bienenhonig, Kerzen- und Schmiedekunst – an den Ständen von Radek und seinen tschechischen Kollegen, die ebenfalls seit Jahren nach Lüdenscheid kommen, steht das Handwerk im Vordergrund. Aber auch das Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht: Für einen beziehungsweise drei Euro haben die jüngsten Weihnachtsmarktbesucher die Möglichkeit, eine kleine Kerze herzustellen oder eine Weihnachtsbaumkugel zu bemalen. 

Jedoch dürfte für die Kinder noch etwas anderes von Interesse sein: das Kinderkarussell sowie der Süßwarenstand von Barbara Langhoff. Neben den klassischen Lebkuchen, gebrannten Mandeln sowie Schokoladenfrüchten hält sie in diesem Jahr lustige „Monster-Äpfel“ bereit. Sie gibt es für 3,50 Euro. 

„Ein Kinderkarussell gehört zum Weihnachtsmarkt einfach dazu“, sagt Hartmut Langhoff beim Blick auf das blinkende Rondell. Die einfache Fahrt kostet 2,50 Euro, wer viermal fährt, spart zwei Euro. 

Zu guter Letzt geht es in das doppelgeschossige Glühwein-Haus von Magdalena Lucka. Auch bei ihr gibt es den Glühwein für 3 Euro, dazu weitere Spezialitäten wie den „Sauerlända Likör“ und – ganz neu in diesem Jahr – Heidelbeer-Glühwein. „Der läuft wirklich gut, da schwenken sogar die Freunde des klassischen roten Glühweins gerne um.“ 

Mit Blick auf die Eisbahn ist auch ihre Hütte ein beliebter Treffpunkt der Lüdenscheider. „Die Leute freuen sich einfach, dass wir alle wieder da sind. Und dann kommt auch langsam die Weihnachtsstimmung auf."

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