Einhellige Zustimmung für drei neue Kita-Träger

LÜDENSCHEID ▪ Drei neue Kindertagesstätten wird es ab Mitte des Jahres unter der Regie von Arbeiterwohlfahrt, SOS-Kinderdorf und der Johanniter-Unfallhilfe in Lüdenscheid geben.

In der Kluser Schule wird die Arbeiterwohlfahrt (Awo) die Trägerschaft übernehmen, am Standort Freiherr-vom-Stein-Straße im ehemaligen Domizil des Kinderschutzbundes das SOS-Kinderdorf und an der Brüderstraße 41/43 die Johanniter-Unfallhilfe. Der entsprechenden Verwaltungsvorlage stimmte gestern der Jugendhilfeausschuss zu, so dass abschließend auch die Ratsmitglieder keine Einwände erheben dürften. Fachbereichsleiter Hermann Scharwächter betonte, die Verwaltung habe bei der Wahl der Träger deren Präsenz im Stadtteil, deren Erfahrungen und konzeptionelle Umsetzungen im Bereich Sprachförderung und Integration für die Wahl zugrunde gelegt.

Susanne Mewes (CDU) fragte nach den Brandschutz im denkmalgeschützten Gebäude an der Freiherr-vom-Stein-Straße, das ein Investor an die Stadt vermietet. „Meines Wissens nach gibt es dort nur eine Holztreppe, die im Brandfall als Fluchtweg dienen würde. Da sträuben sich mir die Nackenhaare.“ Es werde ein zweiter Rettungsweg angelegt, betonte Scharwächter.

Annette Schwarz (FDP) wollte wissen, warum die Elterninitiative Kinderland, die sich auch um eine Trägerschaft beworben hatte, nicht zum Zuge gekommen sei. Die Bedingungen für eine U3-Betreuung, die durch die Gründung der drei neuen Kitas ausgebaut werden soll, seien dort zwar nicht schlecht, aber auch nicht optimal. „Klar ist zwar, dass der Bedarf im Stadtteil Buckesfeld da ist, aber dort müssen wir noch etwas anderes finden als an der Wagnerstraße“, so Scharwächter. Die Verwaltung arbeite mit Hochdruck an der Schaffung weiterer U3-Plätze. Mit den drei neuen Standorten werden 42 zusätzlich U3-Plätze geschaffen. Wie mehrfach berichtet, haben Eltern ab Beginn des neuen Kindergartenjahr 2013/14 eine Rechtsanspruch auf einen U3-Platz. In Lüdenscheid fehlen noch mehr als 100.

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