Parkstraße kommt auf den Prüfstand

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Der Wechsel zwischen verschiedenen Tempobereichen auf der Parkstraße gerät erneut in die Diskussion.

Lüdenscheid - Die Anfrage eines Bürgers aus Stüttinghausen könnte die Debatte um die Geschwindigkeitsregelungen und die entsprechend geltenden Uhrzeiten auf der Parkstraße neu beleben.

Gerd Mikus nutzte Mittwochabend die Gelegenheit der öffentlichen Fragestunde im Bau- und Verkehrsausschuss für ein Plädoyer, eine einheitliche Tempo-30-Regelung für die gesamte Straße einzuführen und auch einheitliche Zeiten insbesondere in den 30er-Zonen vor der Schule Stadtpark und dem Awo-Altenheim einzuführen.

Der mehrfache Wechsel zwischen 50er- und 30er-Zonen ohne klare Beschilderung des Endes des Bereichs sei nicht nachvollziehbar: „Man ist mehr mit dem Messen der Entfernungen beschäftigt als mit Autofahren.“

Damit lief Mikus im Ausschuss offene Türen ein. Von einer „Wahnsinns-Aggression durch das Gestückel“ sprach Susanne Mewes (CDU) und berichtete von Überholmanövern genervter Autofahrer, die sonst mit 30 km/h hinter langsamen Pkw durch die 50er-Zone schleichen müssten. „Es ist eine Frage der Zeit, bis da was passiert“, stellte sie fest.

Und auch von der SPD-Bank gab’s Zustimmung. Er habe für die jetzige Lösung mitgestimmt, sagte Gordan Dudas, aber inzwischen gemerkt: „Das ist nicht praktikabel.“ Selbst der Fachbereichsleiter, Martin Bärwolf, stellte gestern die Frage nach der Akzeptanz. Es falle schon schwer, um 21.45 Uhr dort mit 30 km/h „daherzuzuckeln“.

So verständigte sich die Politik gestern auf einen Auftrag für die Verwaltung, ein neues Modell zu entwickeln – einsichtig für die Autofahrer und möglichst einheitlich. Dass das nicht ganz einfach wird, ahnt man bereits jetzt. In einer durchgängigen Tempo-30-Zone müsste beispielsweise durchgängig rechts-vor-links gelten – oder aber hinter jeder Einmündung müssten neue Geschwindigkeitshinweise aufgestellt werden. - flo

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