Einer der letzten Bürovorsteher

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Glückwunsch für den Jubilar: Reinhard Klepatz (M.) mit den Rechtsanwälten Ina Rosenbaum, Dirk Denker, Silke Balzer und Marcus Höh.

Lüdenscheid - Es gibt sie kaum noch, die richtigen Bürovorsteher in Lüdenscheider Anwaltskanzleien. Einer der letzten unter ihnen heißt Reinhard Klepatz. Seit genau 45 Jahren macht er nun seinen Job – und denkt immer noch nicht ans Aufhören.

Von Olaf Moos

Klepatz’ Chef, Rechtsanwalt und Notar Dirk Denker, sagt über seinen Bürochef: „Der kennt hier jedes Stück Papier.“ In diesen Worten klingt Anerkennung und Respekt mit. Tatsächlich ist der 62-jährige Hobby-Fußballer Herz und Hirn der Kanzlei an der Lessingstraße. Er ist verantwortlich für Personalplanung, Organisation der inneren Abläufe, Dienstpläne und Ausbildung.

Zusätzlich betreut Reinhard Klepatz als eigenes Sachgebiet den Bereich Zwangsvollstreckung und Beitreibung. Für Dirk Denker unverzichtbar. „Was nützt es dem Mandanten, einen Titel in der Hand zu haben? Er will die Kohle auf seinem Konto sehen.“ Das diene nicht nur der Umsatzentwicklung seiner Kanzlei, sondern in erster Linie der Kundenzufriedenheit.

Der Lüdenscheider, verheiratet und stolzer Vater zweier Töchter, begann seine Ausbildung am 1. April 1966 in der Anwaltssozietät Dr. Bergfeld und Frerking. Drei Jahre später suchte der Rechtsanwalt und Notar Dr. Horst Zimmer einen Bürovorsteher – und fand in Reinhard Klepatz den idealen Mann.

Neben einer guten Ausbildung und einer enormen Merkfähigkeit zeichnet Reinhard Klepatz bis heute die Liebe zu seinem Beruf aus. „Wenn ich heute noch mal vor der Entscheidung stünde“, sagt er, „würde ich’s genau so machen“. Neben Dirk Denker hat besonders Peter Benninghaus – inzwischen Anwalt und Notar im Ruhestand – die Ruhe und Verlässlichkeit des Bürovorstehers schätzen gelernt. Mit Benninghaus arbeitete Klepatz 39 Jahre lang zusammen.

Im Namen der Rechtsanwaltskammer des Oberlandesgerichts-Bezirkes Hamm überreichte Denker seinem Bürovorsteher jetzt die Urkunde „für 45-jährige treue und verdienstvolle Mitarbeit“. Dirk Denker: „Die Praxis wäre ohne Sie leer.“ Doch keine Sorge! Bis er 65 ist, will Reinhard Klepatz weiterarbeiten. Dann hat er – die Lehre mitgerechnet – 51 Dienstjahre auf dem Buckel.

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