Berglandklinik: Eine Woche, drei Geburten, sechs Mädchen

LÜDENSCHEID ▪ Zwillinge verheißen doppeltes Glück, aber auch doppelte Anstrengung. Zwillingsgeburten gleich im Dreierpack, innerhalb einer Woche, alle in der Berglandklinik – das ist eine Seltenheit. „Aber wirklich nur reiner Zufall“, wie Chefarzt Dr. Jörn Tornow sagt.

Die paarweise geborenen Babys haben den natürlichen Frauenüberhang in der „Frauenklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe“ noch einmal verstärkt. Drei Zwillingsgeburten, sechs Mädchen: Greta-Matilde und Mischa-Luise Rudolph, Maren und Linda Glocke sowie Maya und Julia Richter werden ihre erschöpften aber stolzen Eltern in den nächsten Jahren auf Trab halten. Noch kümmert sich auch das Personal am Hundebrink um sie, nach der Entlassung aber sind die jungen Mütter und Väter auf sich gestellt.

Jens Rudolph nimmt’s humorvoll und erinnert sich: „Als ich gehört habe, dass es Zwillinge werden, wollte ich mir den erstbesten Flieger nehmen.“ Jetzt sei „natürlich alles sehr schön“. Seine Daniela jedoch, die der Erfüllung des Kinderwunsches mit einer künstlichen Befruchtung nachhelfen ließ, war gleich sicher: „So habe ich mir das gewünscht.“ Es hat geklappt, das Leben nimmt Fahrt auf, die Eigentumswohnung ist für eine Familie mit zwei Kindern ausgerichtet.

Skepsis, Vorfreude, Unruhe und die Frage, „ob man das alles schafft“ – das waren die ersten Regungen, nachdem Susanne und Stefan Glocke die überraschende Nachricht hörten. „Es war von jedem Gefühl etwas dabei“, sagt die glückliche Mama. Sie wurde selbst in der Berglandklinik geboren. Damals wie heute ist alles gutgegangen, jetzt muss aber ein neues Auto her, sagt Susanne Glocke – „für den Zwillingskinderwagen“.

Und noch eine Besonderheit: Greta-Matilde, Mischa-Luise, Maren und Linda sowie Maya und Julia – alle sind Sie spontan zur Welt gekommen, ein Kaiserschnitt oder gar die Erfüllung eines OP-Wunschtermins spielten keine Rolle.

Wie Chefarzt Dr. Jörn Tornow sagt, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsgeburt derzeit bei 1 : 80. Möglich, dass die Quote im Zuge einer steigenden Zahl von künstlichen Befruchtungen wächst. Für das Team am Hundebrink bleibt’s spannend. Dr. Tornow: „Wir haben noch zwei Zwillingsgeburten in der Pipeline.“

Olaf Moos

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