„Eine völlig neue Form des Unterrichts“

In dieser Gruppe lernen die Jugendlichen von der Friedensschule erste Grundlagen des Maler-Handwerks.

LÜDENSCHEID ▪ 28 Schülerinnen und Schüler der Friedensschule erleben zurzeit „eine völlig neue Form des Unterrichts“, sagen Lothar Büth, stellvertretender Leiter der Friedensschule, und seine Kollegin Miriam Engelmann.

Die 13- bis 14-jährigen Jugendlichen der Jahrgangsstufe 8 tauschen seit Anfang September jeweils donnerstags die Schul- gegen die Werkbank und erhalten auf diese Weise praktische Einblicke ins Berufsleben. Drei Felder – Maler- und Metall-Handwerk, Friseur, Hotel und Gastwirtschaft sowie Holz und Kfz – können dank der räumlichen und personellen Unterstützung durch das Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft an der Wefelshohler Straße abgedeckt werden. „Die Berufsorientierung über mehrere Jahre ist ein fester Baustein unseres gesamten Schulkonzepts“, betont Lothar Büth. Praxis und die Einbindung in den Unterrichtsstoff sind die Grundlage. „Gleichzeitig ist das eine gute Vorbereitung auf das dreiwöchige Betriebspraktikum, das dann in der Jahrgangsstufe 9 folgt“, ergänzt Miriam Engelmann. Die Kooperation zwischen Friedensschule und Berufsbildungszentrum (BBZ) läuft auch noch die nächsten beiden Jahre.

Gudrun Jung-Malberger ist Leiterin des BBZ, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Projektbetreuerin ist die Psychologin Kirsten Trojan, die zunächst eine Potenzialanalyse für jeden Jugendlichen erstellt: „Es geht dabei darum, ihre Kompetenzen abzuklopfen und herauszufinden, was sie auszeichnet und wo ihre Stärken liegen. Dabei werden natürlich die Schülerwünsche berücksichtigt, aber auch Tests durchgeführt, um zu sehen, wo unter Umständen verborgene Talente schlummern.“

Die Friedensschule ist eine städtische Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen.

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