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„Eine Mischung aus Dystopie und Krimi“

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Von: Björn Othlinghaus

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Theater Ensemble des BGL
Das Bretterhaus-Ensemble probt bereits intensiv für das neue Stück „Am achten Tag schuf der Mensch den Menschen“, das im Juni 2022 aufgeführt wird. © extern

Im Jahr 2021 konnte es Corona-bedingt keine öffentliche Aufführung des Bretterhaus-Ensembles im Bergstadt-Gymnasium geben; als Ersatz veröffentlichte die Theater-Gruppe eine digitale Collage im Internet.

Lüdenscheid – Im nächsten Jahr wird es jedoch wieder anders laufen für das Ensemble mit Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 9, Einführungsphase (EF), Q1 und Q2. Derzeit finden im Bergstadt-Gymnasium Proben für ein neues Stück statt, das am 1. und 2. Juni 2022 jeweils ab 19.30 Uhr im Kulturhaus zur Aufführung kommen soll.

Bei dem Stück „Am achten Tag schuf der Mensch den Menschen“ von Bernd Klaus Jerofke handelt es sich um eine Mischung aus Dystopie und Krimi, die unterhaltsam und spannend ist, aber auch in die Tiefe geht und Fragen nach Ziel und Sinn der heutigen Wissenschaft stellt. Privatdetektivin Carla Wieberg (Leonie Rassmussen) bekommt Besuch von der attraktiven Klientin Layla (Leonie Seuster), bei der es sich um eine Klonin handelt, die auf der Suche nach ihrer Leihmutter ist.

Die Geschichte, die sich daraufhin entwickelt, dreht sich um den skrupellosen Handel mit Genmaterial, den Traum, den perfekten Menschen zu erschaffen und die Darstellung des Lebens im Jahre 2035. Auch aufgrund der Corona-Pandemie besteht das Ensemble unter der Leitung der beiden Lehrerinnen Cornelia Meißner und Julia Pütz derzeit lediglich aus acht Schauspielerinnen und Schauspielern.

„Eine Mischung aus Dystopie und Krimi“

Gut für die Darsteller, so Julia Pütz, sei der Umstand, dass fast jeder der Schauspieler mindestens einen eigenen Monolog oder persönlichen Auftritt habe, wo er sein Können unter Beweis stellen und glänzen kann. „Ganz allgemein behandelt das Stück ein ungewöhnliches Thema, das sich von anderen Schulaufführungen unterscheidet“, betont Julia Pütz.

Hinter den Kulissen sind natürlich noch viel mehr Jugendliche aktiv als die, die im Rampenlicht stehen. So leistet sich das Ensemble zum Beispiel trotz Corona wieder ein eigenes Schmink-Team, dessen Mitglieder bereits an einen Masken-Workshop unter Corona-Bedingungen teilgenommen haben. Seit fünf Jahren besteht darüber hinaus eine Kooperation mit dem maxQ-Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildungen in Gesundheitsberufen, wo die Schauspieler des Bretterhaus-Ensembles unter anderem die richtige Aussprache, Atmung und Körperhaltung für ihre Bühnenarbeit lernen. „Dieser Workshop wird nun Anfang Januar stattfinden“, so Julia Pütz.

Derzeit probt das Ensemble noch mit Textbuch, aber das wird sich nach den Weihnachtsferien ändern – dann müssen alle ihre Textpassagen auswendig können. Gestartet sind die Proben bereits im September mit einem Warming Up und allgemeinen Vorbereitungen, nach den Herbstferien 2021 begann dann die konkrete Arbeit am Stück.

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