Eine große Erfahrung

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Wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich eine Menge erreichen: Diese Erfahrung haben die Schüler und Schülerinnen des Wahlpflichtfaches „Darstellen und Gestalten“ im Schoolmotions-Projekt gemacht. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Eine Erinnerung an ein außergewöhnliches Ereignis noch einmal lebendig werden lassen, mit dem Abstand von einigen Monaten ein Fazit ziehen: Das konnten die Schülerinnen und Schüler der Lüdenscheider Adolf-Reichwein-Gesamtschule, die am Projekt Schoolmotions teilgenommen hatten, am Mittwochvormittag.

Gemeinsam mit Tobias Ehinger, Ballettmanager des Theaters Dortmund, der Lüdenscheider Tanzpädagogin Manuela Klüttermann, Jenny Schnitter von der Marketing-Abteilung der Firma Dokom 21 als Sponsor sowie ihren Lehrerinnen Monika Rode und Kirsten Michalzik ließen sie die Arbeit im Fach „Darstellen und Gestalten“ des vergangenen Schuljahres Revue passieren. Auch Schulleiter Michael Lohr war dabei.

Einig waren sich alle: Die Vorbereitungen sowohl vor als auch hinter den Kulissen und erst recht die Teilnahme an der Aufführung des Tanzstückes „The Last Future“ im Dortmunder Theater waren ein großartiges Erlebnis. Manche Schüler erzählen, dass sie für sich selbst einiges gelernt hätten,  im Umgang mit anderen zum Beispiel, oder das eigene Selbstbewusstsein gestärkt hätten. Das gilt für die, die bei der Aufführung dabei waren genauso wie für die, die sich nicht trauten oder bei denen es einfach nicht dafür reichte. Manche wollen unbedingt weiter tanzen. Und die vier am Projekt beteiligten Jungen – Bonjamin war der einzige, der auch getanzt hat – hätten sich ein gezielteres Angebot für Jungen gewünscht. Aber dafür hätte es eben mehr männliche Teilnehmer geben müssen.

Und dann gibt es noch das, was weniger die Schüler selbst als vielmehr die Lehrer merkten. Monika Rode erzählte, dass sich sowohl einzelne als auch die gesamte Gruppe deutlich entwickelt hätten. Der Zusammenhalt, die Persönlichkeit und nicht zu unterschätzen das Selbstbewusstsein waren auch da zentrale Punkte, denen die Lehrerin noch mehr Bedeutung beimaß als die Schüler

Ballettmanager Ehinger sieht grundsätzlich viel Potenzial in dem Projekt. Die enge Zusammenarbeit für so ein konkretes Ziel, dazu die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem sorgfältig ausgewählten Thema schule die soziale und emotionale Kompetenz der jungen Leute und könne durch die internationale Zusammensetzung der Gruppen auch einiges zur Integration beitragen.

Wenn es nach Ehinger geht, soll das Schoolmotions-Projekt weiterlaufen, und zwar regelmäßig in jedem Schuljahr. Das Theater wäre bereit, sich entsprechend einzubringen. Hindernis seien aber die ohnehin schmalen Etats von Theater und Schulen. Deshalb werden Sponsoren gesucht, die bereits wären, eine Patenschaft für eine Klasse zu übernehmen. 10 000 Euro würden benötigt, insbesondere um die Fahrtkosten zu den Proben und einen Tanzpädagogen zu finanzieren. Sollte sich dafür ein Unternehmen finden oder mehrere, die sich den Betrag teilen, könnte auch in Lüdenscheid wieder ein Platz in dem Projekt ausgeschrieben werden. In Dortmund gibt es derzeit 28 Bewerbungen von Klassen für zwei Plätze, deren Finanzierung bislang gesichert ist. ▪ gör

Wer sich als Sponsor einbringen möchte, erhält weitere Informationen bei Tobias Ehinger, E-Mail: tehinger@theaterdo.de

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