„Gaunerzinken“ dienen als Geheimcodes

Nur eine Kritzelei am Zaun oder tatsächlich ein Geheimcode, der potenziellen Einbrechern wichtige Hinweise gibt?

LÜDENSCHEID - Das Ehepaar ist immer noch geschockt und verunsichert, nachdem unbekannte Täter in sein Haus eingebrochen sind und Schubladen und Schränke durchwühlt haben. Natürlich beschäftigt ein solch tiefer Eingriff in die Privatsphäre die Betroffenen noch länger. Das Ehepaar fand an einem Zaun vor seinem Haus merkwürdige Kreidekritzelein und machte die Polizeibeamten, die den Einbruch aufnahmen, darauf aufmerksam.

Stichwort "Gaunerzinken"

Wer sich die Zeichen und ihre Bedeutung genauer ansehen will, wird im Internet fündig, Stichwort „Gaunerzinken“. Beratungen zum Einbruchschutz bietet die Polizei unter 0 23 73 /9 09 9- 55 11 oder  55 12“

Gleichzeitig stellten es das Bild der LN-Redaktion zur Verfügung – „als Warnung und Hinweis für andere potenzielle Einbruchsopfer“.

Polizeisprecher Dietmar Boronowski bestätigt, dass es in Einbrecherkreisen so genannte „Gaunerzinken“ gibt, eine Art Geheimcode, mit dem sie Objekte, die sie ins Visier genommen haben, kennzeichnen. Auch Trickbetrüger bedienen sich dieser Methode. Sie streifen durch die Straßen und weisen mit bestimmten Zeichen darauf hin, wo es etwas zu holen gibt und ob dort eventuell Gefahren lauern, zum Beispiel ein wachsamer Hund. „Wir haben eine Liste solcher Zeichen vorliegen und gleichen sie auch ab, wenn wir sie an Tatorten vorfinden“, sagt Boronowski. Aber im Märkischen Kreis sei dies bisher so gut wie nie vorgekommen.

Ein Abgleich mit dem oben abgebildeten Zeichen lässt auf keine Übereinstimmung mit den bekannten „Gaunerzinken“ schließen. Trotzdem sei es wichtig, wachsam zu sein. Wer ungewohnte Markierungen an Haustüren- und -wänden, Zäunen oder Briefkästen entdeckt, sollte sie fotografieren und der Polizei melden. Danach sollten sie abgewischt werden, um den Einbrechern oder Trickbetrüger im wahrsten Sinne des Wortes einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Von Martin Messy

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