„Ein Toptag für Lüdenscheids Realschulen“

LÜDENSCHEID – Groß war die Begeisterung am Samstagmittag bei Christiane Langs-Blöink, Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule (THR) und Peter Wagener, Rektor der Richard-Schirrmann-Realschule (RSR).

Die Anmeldezahlen für das künftige fünfte Schuljahr haben die Erwartungen der beiden Schulleiter weit übertroffen. Wie in den Vorjahren stehen die Lüdenscheider Realschulen bei Eltern und Schülern auf der Beliebheitsskala ganz oben: 116 Anmeldungen gingen an der THR ein, an der RSR wollen ab dem Sommer 108 neue Schüler lernen. „Das ist ein Toptag für die Lüdenscheider Realschulen. Wir bekommen super Schüler mit super Zeugnissen“, brachte Christiane Langs-Blöink ihre Freude auf einen griffigen Nenner. Auch Kollege Peter Wagener sieht in den Anmeldezahlen eine Stärkung des Realschulkonzeptes – gerade in Zeiten des Abiturs nach acht Jahren (G8): „Viele Eltern haben ihre Kinder trotz einer eindeutigen Empfehlung für das Gymnasium bei uns angemeldet. Ihre Begründung: Die Kinder sollen zumindest bis zum Abschluss der Klasse 10 in Ruhe und ohne unnötigen Druck lernen können.“ An beiden Lüdenscheider Realschulen werden im kommenden Schuljahr je vier fünfte Klassen eingerichtet. „Unsere bilinguale Klasse kommt also in jedem Fall zustande“, freute sich Peter Wagener schon jetzt versprechen zu können.

Im Erwartungsbereich lagen die Anmeldungen, die an der Albert-Schweitzer-Grundschule und der Schule am Stadtpark eingingen. Norbert Lienesch, Leiter der Albert-Schweitzer-Grundschule, kann mit 14 angemeldeten Schülern eine fünfte Klasse bilden. Sein Kollege Winfried Becker, Leiter der Hauptschule Stadtpark, erreicht mit 27 Anmeldungen eine knappe Zweizügigkeit für das künftige fünfte Schuljahr. Beide Schulleiter rechnen in den kommenden Wochen mit Nachmeldungen. „Es kleckert ein wenig nach – das wissen wir aus den Vorjahren“, so Becker.

Die bisher gemeldete Zahl von 126 neuen Fünftklässlern an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule könne sich in den nächsten Wochen ebenfalls noch verändern, wie Schulleiter Michael Lohr am Samstagmittag anmerkte: „Ich rechne damit, dass wir am Ende 100 Schüler unterbringen müssen.“

Die Schulleiter der drei Lüdenscheider Gymnasien werden heute zusammenkommen, um über Klassengröße und -anzahl und das unumgängliche Losverfahren zu diskutieren. „Wir werden uns zusammensetzen und alles genau besprechen. Im Grunde ist das ja mittlerweile schon Routine“, sieht Annette Meyer, Leiterin des Bergstadt-Gymnasiums, dem Gespräch gelassen entgegen. Am BGL meldeten sich bis Samstagmittag 93 neue Schüler für die fünfte Klasse an, 25 Neuzugänge kann die Oberstufe des BGL verzeichnen.

Das Zeppelin-Gymnasium rangiert mit 101 Anmeldungen auf Platz 2. Dr. Stefan Werth erklärte: „Auf uns wartet das Losverfahren. Wir haben auch gar keine andere Wahl. Eine Klassengröße mit 34 Schülern ist unzumutbar – und aufgrund der räumlichen Bedingungen an unserer Schule nicht machbar.“

Diesjähriger Spitzenreiter unter Lüdenscheids-Gymnasien ist das Geschwister-Scholl-Gymnasium. 108 Anmeldungen gingen für die Jahrgangsstufe 5 und 15 Anmeldungen für die Klasse 11 ein. „Wir konnten unser gutes Ergebnis aus dem Vorjahr damit noch steigern“, erklärte Antje Malycha, Schulleiterin am Scholl. Ihr Dank gehe vor allem auch an das engagierte Kollegium, das dieses gute Ergebnis erst möglich gemacht habe. Einziger Wermutstropfen: Am Scholl muss ein gesamte Fünferklasse weggelost werden – „das ist natürlich bitter.“

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