„Ein Glücksfall“ geht in Rente

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Der eine geht, die andere kommt; Im Januar löst Diana Geim Martin Ahrens als Leiterin des „Kleinen Prinzen“ ab. ▪

LÜDENSCHEID ▪ „Du bist ein Glücksfall für das Johannes-Busch-Haus“: Diesen Satz hatten völlig unabhängig voneinander am Samstagvormittag gleich zwei Redner in ihren Manuskripten stehen. Gemeint war mit diesem Lob Martin Ahrens, der nach mehr als 29 Jahren Tätigkeit für das Haus, die bei weitem längste Zeit davon als Leiter der Begegnungsstätte „Der kleine Prinz“, in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Dabei war der Ort, an dem gefeiert wurde, gut gewählt: Denn seit diesem Jahr betreibt das Team des „Kleinen Prinzen“ auch das Museumscafé am Sauerfeld. Dorthin hatte Ahrens Angehörige, Kollegen, Freunde, Nachbarn, seinen Kirchenchor aus Brüninghausen, Bewohner des Johannes-Busch-Hauses, und vor allem auch seine Mitarbeiter sowie einige Stammgäste aus dem „Kleinen Prinzen“ eingeladen. Gefeiert wurde gleichzeitig der 65. Geburtstag von Martin Ahrens – der Grund dafür, dass er sich zumindest hauptamtlich zum Jahresende zurückzieht. Dass er dem Johannes-Busch-Haus und dem „Kleinen Prinzen“ weiterhin verbunden bleibt, war für alle Redner nicht zuletzt wegen der engen persönlichen Kontakte selbstverständlich.

So lud Klaus Neumann, selbst langjähriger Leiter des Hauses und inzwischen Geschäftsführer des Vereins der Freunde des Johannes-Busch-hauses, dem Trägerverein des „Kleinen Prinzen“, Ahrens ein, sich im Verein zu engagieren. Die Vereinsvorsitzende Marianne Weber würdigte ebenso wie Neumann und Wohnverbundsleiter Thomas Cordt die Verdienste des Neu-Ruheständlers. Neumann und Cordt waren es auch, die vom „Glücksfall“ Martin Ahrens sprachen. „Wenn zwei das sagen, stimmt das garantiert“, sagte Cordt. Ahrens sei als „pädagogischer Handwerker“ deshalb so wertvoll, weil er „die Sache“ einfach mache, während Pädagogen längst noch analysierten und diskutierten.

Neumann ließ den Werdegang von Ahrens, den er ein langes Stück begleitete, Revue passieren. So hat Ahrens den „Kleinen Prinzen“ als Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung seit August 1990 aufgebaut und zu dem gemacht, was er heute ist. Auch die Übernahme des Museumscafés fand unter seiner Regie statt. Erst in der vergangenen Woche nahm Cordt an einer Leiter-Konferenz des Johanneswerkes teil, bei der das Ziel herausgegeben wurde, dass jedes Haus eine integrative Begegnungsstätte haben sollte – dafür wurde der „Kleine Prinz“ in Lüdenscheid als Beispiel genannt. „Ich bin stolz, dass wir der Konsens sind, an dem sich das Johannes-Werk ausrichtet.“

Sein Team verabschiedete Ahrens mit Erinnerungsstücken. Im Januar wird Diana Geim Nachfolgerin von Martin Ahrens als Leiterin des „Kleinen Prinzen“.

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