Vorweihnachtliche Aktion

Landwirte bringen Licht und Freude nach Lüdenscheid

Traktor Ein Funke Hoffnung Nikolaus
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Liebevoll – wie hier als Nikolaus – haben die Landwirte ihre Schlepper für die Aktion „Ein Funke Hoffnung“ geschmückt.

„Ein Funke Hoffnung“: So lautete das Motto der Aktion des Vereins „Land schafft Verbindung“. In bunt und weihnachtlich geschmückten Treckern sorgten Landwirte in Lüdenscheid und dem Märkischen Kreis für besondere Momente.

Lüdenscheid - Etwas fürs Auge und fürs Herz bot eine vorweihnachtliche Aktion, die am Samstag von heimischen Landwirten auf die Beine gestellt worden war. Mit viel Liebe und bunten Lichtern haben Mitglieder des Vereins „Land schafft Verbindung“ ihre Traktoren geschmückt und in einer Sternfahrt unter anderem durch den Kreis gelenkt. „Über 30 Kolonnen fahren durch 120 Ortschaften alleine in NRW“, fasst Heiner Born den Umfang der deutschlandweiten Aktion „Ein Funke Hoffnung“ zusammen.

Der Mitorganisator startete einen der drei Korsos am SOS-Kinderdorf am Dickenberg, wo den 70 Kindern und Jugendlichen, die ungeduldig an der Straße warteten, Geschenke überreicht wurden.

Weiter ging es für diesen Korso anschließend über Heedfeld und Klagebach zur Schalksmühler Seniorenresidenz Reeswinkel, danach weiter nach Halver und schließlich bis nach Breckerfeld. „Senioren und Kinder dürfen in dieser Zeit kaum Besuch empfangen. Wir möchten gerade denen mit der Aktion einen Funken Hoffnung schenken“, erklärt der Breckerfelder Bauer.

„Die können momentan alles gebrauchen, außer Kontakt“, hebt auch Björn Kirchhoff die Not der Betroffenen hervor. Er führte die zweite Tour an, deren Teilnehmer sich am Plettenberger Krankenhaus trafen, um dort die Patienten mit Geschenken aufzumuntern. Anschließend ging es im Trecker-Tempo mit weihnachtlicher Musik über Herscheid nach Lüdenscheid – vorbei an vielen Schaulustigen.

Ziel war dort zunächst der Parkplatz am Nattenberg-Familienbad, wo schon die Landwirte warteten, die aus Neuenrade, über Altena, durch das Rahmedetal, über Rosmart und die Werdohler Landstraße gekommen waren. Gemeinsam rollten die Schlepper dann zum Klinikum, um auch dort den Kindern eine kleine Freude zu bereiten. Insgesamt zogen am Samstag rund 80 weihnachtlich beleuchtete Traktoren durch den Kreis. In ganz Nordrhein-Westfalen machten sich etwa 4000 Landwirte mit ihren strahlenden Schleppern auf den Weg.

Geschenke durch Spenden finanziert

Die Geschenke, die während der Tour verteilt wurden, hatten die Landwirte im Vorfeld durch Spenden erhalten. „Süßigkeiten, Spielzeug und eine große Menge Pflegeprodukte haben wir vorher gesammelt“, sagt Björn Kirchhoff. Privatpersonen und Firmen haben die Präsente zur Verfügung gestellt. „Von einer Firma wurde mir gesagt, dass sie ein großes Budget für die geplante Weihnachtsfeier übrig hatten. Die Feier fällt in diesem Jahr aus, deshalb wurde alles für unsere Aktion gespendet. Ich denke, bei den Kindern und Senioren ist das auch gut aufgehoben“, freut sich Kirchhoff.

Der Trecker-Korso konnte nicht alle Einrichtungen direkt anfahren, „deshalb wurden wir an der Straße bereits erwartet“, erklärt der Landwirt. „Die Päckchen haben wir in einem Transporter mitgenommen. Damit kamen wir auch überall durch.“

Wie genau die Übergabe zu erfolgen hatte, wurde den Landwirten vorgeschrieben: „Wir dürfen natürlich nicht alle Geschenke direkt den Bewohnern übergeben, sondern nur dem Pflegepersonal oder Betreuern und nur mit den üblichen Hygienemaßnahmen.“

Geplant war zunächst, die strahlenden Traktoren durch mehrere Wohngebiete zu lenken. „Da hatte die Polizei aber Angst, dass wir stecken bleiben“, lächelt Kirchhoff verständnisvoll. Für die Ordnungshüter, die den Zug begleiteten, hat er nur lobende Worte übrig: „Die waren sehr kooperativ und haben uns wirklich gut unterstützt. Ich hatte den Eindruck, dass sie am liebsten ihre Streifenwagen auch noch geschmückt hätten.“

130 Euro pro Traktor

Die Planung für die Aktion und die Illumination der Trecker wurde von den Bauern selbst geleistet. „Pro Traktor hat das rund 130 Euro gekostet“, rechnet Heiner Born vor.

Nicht nur bei den besuchten Einrichtungen, sondern auch bei den unzähligen Schaulustigen, die an den Straßen bei eisigen Temperaturen warteten, um den Korso nicht zu verpassen, kam die Aktion gut an. „Eine geniale Sache. Die haben sich so viel Mühe gegeben“, bescheinigte etwa Gaby Weinhardt. Zusammen mit ihrem Mann Jürgen hatte sie spontan einige Bekannte aus Wiblingwerde eingeladen. Zusammen wurde ein weihnachtlich beleuchteter Stehtisch an der Herscheider Landstraße aufgestellt und auf die Parade gewartet. „Das ist ein bisschen wie Silvester“, lautete eine andere Meinung.

„Bei so einer positiven Resonanz werden wir das bestimmt im kommenden Jahr wiederholen“, macht Heiner Born Hoffnung auf eine zweite Auflage der Aktion

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