Ehrung für Ehrenamtler kostete exakt 107,34 Euro

LÜDENSCHEID ▪ Exakt 107,34 Euro kostete in diesem Jahr die Ehrung der Ehrenamtler, die sich für die Behindertenarbeit einsetzen. Das hat das Rats- und Bürgermeisteramt jetzt auf Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Oliver Fröhling mitgeteilt.

Fröhling hatte die Rückgabe der Urkunde durch Franz Vandrey aus Protest gegen Zuschusskürzungen beim Club der Behinderten und ihrer Freunde (wir berichteten) zum Anlass genommen, grundsätzlich nach dem Prozedere für die Auszeichnung zu fragen.

Lüdenscheid hat sich nach Angaben der Verwaltung erstmals 2004 an der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements beteiligt. Das Motto lautete damals „Das Licht nicht unter den Scheffel stellen!“ Ein Fackelzug mit knapp 700 Teilnehmern, die sich in einem Verein, Verband, einer Gemeinde und anderswo für das Gemeinwohl im sozialen, kulturellen, sportlichen oder sonstigen Bereichen einsetzten, wurde damals veranstaltet. Nur beim Auftakt lagen die Kosten aufgrund des hohen Aufwands bei mehr als 10 000 Euro. Danach blieb es bei rund 100 Euro.

2005 gab es keine Veranstaltung. 2006 lautete das Motto „Jugendliche engagieren sich für Senioren“. Junge Frauen und Männer wurden geehrt, die sich zum Beispiel im Rahmen eines freiwilligen Jahres oder in ihrer Freizeit um ältere Menschen kümmern. 2007 wurden unter der Überschrift „Integration und Teilhabe“ Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die in ihrer Freizeit Menschen mit Migrationshintergrund unterstützen. 2008 wurden zur Agenda- Kinowoche alle Jugendlichen unter 18 Jahren, die ehrenamtlich aktiv waren, zu einem Kinobesuch eingeladen. 2009 schließlich wurden Frauen und Männer geehrt, die sich im Bereich der Ganztagsgrundschulen ehrenamtlich engagieren.

Im Rahmen der diesjährigen Ehrung wurden 115 Frauen und Männer für ihre freiwillig Behindertenarbeit ausgezeichnet. In Absprache mit dem Behindertenbeauftragten Klaus-Martin Pandikow waren laut Rats- und Bürgermeisteramt im Vorfeld alle einschlägigen Institutionen im Bereich der Behindertenarbeit ausgewählt und angeschrieben worden, um Personen aus ihren Vereinen und Verbänden vorzuschlagen, die ehrenamtlich aktiv sind.

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