Neues Exponat für die Galerie

Das Ehepaar Hellweg übergab Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen (Mitte) das Exponat.

Lüdenscheid - Das Bild hat eine lange Geschichte, auch wenn es zunächst einmal in den Tiefen des Archivs der Städtischen Galerie verschwinden wird: Am Dienstag überreichten Dr. Lutz Hellweg und seine Ehefrau Jeannine der Leiterin der Städtischen Galerie, Dr. Susanne Conzen“, einen großformatigen „Allenstein“.

Ein in Kreide und Tempera gehaltenes Bild. „Gemalt auf dickem Betttuch“, sagt Hellweg augenzwinkernd, „Leinwand war damals teuer.“ Die Künstlerin Olga „Olli“ Allenstein wurde 1952 in Lüdenscheid geboren. Und Allenstein, so Hellweg, sei auch gar nicht ihr richtiger Name gewesen: „Ein Künstlername, weil sie zu dem Ort Allenstein eine persönliche Beziehung hatte.“

In den Besitz des Bildes kam das Ehepaar Hellweg, nachdem der Gynäkologe den Mietvertrag für seine Praxis Mitte der 80er-Jahre im Gothaer-Haus kündigte. „Die wollten mich da nicht aus dem Vertrag lassen.

Damals gab es an der Liebigstraße so eine Künstlerkolonie. Die mussten da raus und waren auf der Suche nach einem Quartier. Da hab ich gedacht: Bitteschön, dann nehmt halt die Praxisräume.“ Über Wochen arbeiteten die jungen Künstler im Gothaer-Haus und stellten dort aus, beklebten die Fenster mit Werbung. Zum Dank für das Kunstquartier schenkte Olli Allenstein dem Ehepaar Hellweg das Bild.

Lange hing das Gemälde in der Praxis des Arztes, bis Hellweg einen Nachfolger suchte: „Der sollte aber das Bild nicht kriegen“, wanderte der „Allenstein“ erst zu Hellwegs nach Hause und nun in die Städtische Galerie. Seinen Platz könnte das Exponat später im „Wohnzimmer“ von Ida (Gerhardi) und Paul (Wieghardt) im Obergeschoss finden.

Doch das dauert, denn bei Gerhardi-Wieghardts wird nach den Osterferien mit viel Staub saniert. Eine Fachfirma arbeitet dort die Fenster auf. Acht Wochen sind veranschlagt. Ein unglücklicher Zeitpunkt, im Jubiläumsjahr die Bilder der Söhne und Töchter der Stadt nicht zeigen zu können, findet die Galerieleiterin, aber was muss, das muss.

Allenstein-Bilder hängen übrigens bundesweit: im Hochbauamt Konstanz und bei der Landesregierung Hannover ebenso wie in Tübingen, Stuttgart und im Museum für Neue Kunst in Freiburg.

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