Efeu am Museum soll weg: Debatte um hohe Kosten

Die CDU hakte nach: Um die geplante Entfernung des Efeus am Museum für 40 000 Euro rankt sich jetzt politischer Streit.

LÜDENSCHEID ▪ 40.000 Euro für die Entfernung des Efeus von der Fassade des alten Amtshauses an den Museen der Stadt: Diese veranschlagte Summe ließ die CDU im Hauptausschuss am Montagabend nicht ohne weiteres passieren.

„Das ist viel Geld dafür, dass etwas entfernt wird, was eigentlich doch ordentlich aussieht“, sagte Ratsherr Norbert Adam.

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Zu dem ebenfalls in den LN beschriebenen, anschließend geplanten Anstrich sagte der Christdemokrat, das Museum sei in den letzten Jahren schon mehrfach gestrichen worden. Adam will nun von der Verwaltung wissen, wann das genau war, „denn für meine Begriffe hätte man dann die Efeu-Maßnahme damals gleich mit erledigen können. Was jetzt kommen soll, ist doch rausgeschmissenes Geld!“ Hier stelle sich auch die Frage nach der grundsätzlichen Notwendigkeit der Maßnahme.

Bürgermeister Dieter Dzewas berichtete daraufhin von eigenen, leidvollen Erfahrungen mit Kletterpflanzen am Haus: „Es gab in unserer Familie damals leidenschaftliche Diskussionen darum, ob wir’s dranlassen sollten. Heute sage ich ganz klar: Immer weg damit!“

Denn Efeu zerstöre an einer Fassade nicht nur Fugen und Fensterrahmen, sondern diene auch als Kletterhilfe für Tiere, „die man ganz bestimmt nicht auf dem Dachboden haben will“.

Hierzu fing sich Dzewas den Widerspruch von Ursula Meyer (CDU) ein: „Ein Efeu wird von vielen Experten ganz anders bewertet, soll sich zum Beispiel positiv aufs Raumklima auswirken.“ Meyers Frage, ob zum Bewuchs am alten Amtshaus auch ein Baubiologe hinzugezogen worden sei, musste die Stadtverwaltung verneinen. Ein solcher Experte könne aber hinzugezogen werden.

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