Kaum zu glauben

391 Auktionen! Frau aus MK wird über Nacht zur Ebay-Powersellerin - ohne es zu wissen

Ebay
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Das Logo von ebay am Hauptsitz in San Jose.

Einmal falsch geklickt und schon Ebay-Powerseller im internationalen Warengeschäft? Eine Frau aus Lüdenscheid machte eine üble Erfahrung bei Ebay. Fremde kaperten ihren Account. Jetzt versucht sie, die Scherben wieder einzusammeln.

Wie die Polizei aus dem Märkischen Kreis mitteilte, hatte die 55-jährige Lüdenscheiderin den Zugang über ihr Onlineauktions-Konto von Ebay verloren: Am Mittwochnachmittag konnte sie sich nicht mehr auf den Account einloggen. Auch die Passwort-Zurücksetzung funktionierte nicht. Sie hakte glücklicherweise direkt nach beim Betreiber und hörte: „Da scheint was Größeres im Gang zu sein.“

Tatsächlich waren in den 36 Stunden zuvor 391 Auktionen (!) über ihr Ebay-Konto gelaufen. Nicht nur die E-Mail-Adresse und möglicherweise auch die Zahlungsmodalitäten wurden geändert, sondern auch die Lieferanschrift. Die Waren sollten nach Amerika verschickt werden. Noch ist nicht klar, welche Waren gehandelt wurden. Die Frau versucht nun auf Bitten der Ermittler, die einzelnen Auktionen nachzuvollziehen.

Für den Fremdzugriff gibt es laut Polizei bisher nur eine schlüssige Erklärung: Die Frau hatte vor einer Woche eine ganze Reihe angeblicher „Sprachnachrichten“ bekommen - und möglicherweise auch eine geöffnet.

Sie landete auf einer Seite für Energydrinks in Kiew. Ihr Vater, der dasselbe Kleinanzeigen-Konto nutzt, bekam auf seinem Handy eine Mitteilung, dass jemand seine Apple-ID genutzt habe. Nach diesen Feststellungen erstattete die Tochter Anzeige wegen Datenmissbrauchs. Ob und wie ihr möglicherweise ein Schaden entstanden ist, wird derzeit ermittelt. Möglich ist unter anderem, dass über den fremden Ebay-Account gestohlene Gegenstände zu Geld gemacht werden.

Die Polizei riet ihr und ihrem Vater, schnellstens sämtliche Benutzernamen und Kennwörter zu ändern .Polizeisprecher Christof Hüls rät: „Informationen über angebliche Sprachnachrichten einfach löschen! Neugier ersticken! Keine Apps runterladen! Alles andere führt ins Unglück!“ Ein weitere Frau aus Lüdenscheid machte bei Ebay-Kleinanzeigen ein kleinen Fehler, als sie einen Reisegutschein der Deutschen Bahn einstellte.

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