Bald freie Fahrt für Radler in der City?

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Sternplatz, Rathausplatz und angrenzende Teile der Altenaer Straße will die Ampel für Radler freigeben.

Lüdenscheid - In die Debatte um die Freigabe der Innenstadtplätze für Radfahrer kommt offenbar Bewegung.  „Wir werden da einen Modus vivendi finden“, kündigt SPD-Fraktionschef Jens Voß an.

Gordan Dudas, Stadtverbandsvorsitzender der Sozialdemokraten, sieht in der Freigabe eine erste Bewährungschance für eine verstärkte Bürgerbeteiligung. Und auch bei der CDU scheint ein „Nein“ zum Fahrradfahren in der City längst nicht mehr so zementiert wie früher. Das werde in der Fraktion sicherlich noch diskutiert, sagt Fraktionschef Oliver Fröhling im LN-Gespräch.

Die Freigabe der Plätze und angrenzender Teile der Altenaer Straße sowie die Möglichkeit, die Wilhelmstraße zu queren, ist Bestandteil der Kooperationsvereinbarung der Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP.

Weiteres gemeinsames Ziel der Ampel sind neue Formen der Bürgerbeteiligung, und darauf spielt auch Gordan Dudas an. Vorstellbar für ihn sei, dass Lüdenscheider Bürger in die Umsetzung dieser Freigabe einbezogen werden sollten und überhaupt eine grundsätzliche Einschätzung der Lüdenscheider herbeigeführt werden sollte, ob man die Freigabe überhaupt will. Die organisatorisch vorzubereiten, sei Aufgabe der Fraktionen und könne nach den Sommerferien erfolgen.

Eine möglichst breite Mehrheit in der Lüdenscheider Fahrradfrage ist das Ziel von Jens Voß. Vielleicht könne man auch die CDU dafür gewinnen, schwebt ihm vor. Zwar hatte Oliver Fröhling zunächst eine ablehnende Haltung signalisiert, unter anderem in der Sorge, damit „Kampfradler“ in die Stadt zu ziehen. In der Vergangenheit hatte sich die Fraktion klar gegen die Freigabe gestellt. Doch in der CDU habe es erhebliche personelle Wechsel gegeben, die Fraktion sei deutlich verjüngt. Es könne durchaus auch zu einem anderen Meinungsbild kommen. Nicht ausgeschlossen sei auch, die Abstimmung freizugeben. - flo

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