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Dudas und Co. kämpfen für mehr "RSPKT" vor Einsatzkräften

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Von: Olaf Moos

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In der lauschigen Atmosphäre des „Lønneberga“ widmeten sich Einlader und Gäste einem für Einsatzkräfte drängenden Thema: dem mangelnden Respekt von Gaffern und Störern an Tatorten oder Unfallstellen. - Foto: Moos
In der lauschigen Atmosphäre des „Lønneberga“ widmeten sich Einlader und Gäste einem für Einsatzkräfte drängenden Thema: dem mangelnden Respekt von Gaffern und Störern an Tatorten oder Unfallstellen. - Foto: Moos

Lüdenscheid - Gaffen, Knipsen, Beleidigen, Anspucken, Attackieren – Einsatzkräfte haben es im Alltag zunehmend schwer. Mit einer „Kampagne aus der Mitte der Gesellschaft“ geht eine neue Initiative um den SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas neue Wege, um Profis an Tatorten, Brandherden oder Unglücksstellen besser zu schützen. Die Aktion ging am Abend an den Start. Ihr Titel: „Mehr Respekt“. Oder auch: „RSPKT“

In der Bar „Lønneberga“ in der Oberstadt hatten sie sich versammelt: Ideengeber Dudas, der Bürgermeister, Helfer, Sponsoren und Freunde – und die, um die es geht: Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, der Johanniter, von Straßen.NRW, dem Technischen Hilfswerk und dem Roten Kreuz. Und die Macher der Kampagne: Matthias Czech von der Werbeagentur David & Goliath und der Fotograf Steve Schulte-Lippern.

Die „RSPKT“-Aktion beginnt mit drei großen Fotos, knapp betextet und aus dem Blickwinkel von Opfern belichtet. Die Bilder sind das Ergebnis eines Fotoshootings, an dem echte Einsatzkräfte mitgewirkt haben – und die laut Czech „in den Köpfen verankert“ werden sollen.

Mit ihren kurzen Wortbeiträgen zeigten die Gäste im „Lønneberga“, wie überfällig und hoch willkommen die Kampagne für sie ist. Feuerwehrmann Frank Lange: „Gewalt und Behinderungen am Einsatzort haben stark zugenommen. Noch letzte Woche wurde eine Kollegin in einem Rettungswagen angegriffen.“

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Kreis-Polizeichef Michael Kuchenbecker begrüßte die Initiative, sagte aber auch: „Schade, dass wir heute hier stehen und darüber reden müssen.“ Stören und Gaffen sei „nicht mainstream und nicht normal, sondern verabscheuungswürdig“. 

Angriffe und Beleidigungen erdulden zu müssen, sei nicht Teil des Jobs, „sondern muss mit aller Härte des Gesetzes verfolgt werden“. Und ein Polizeibeamter fügte hinzu: „Es gibt eine Riesenlücke zwischen dem, was auf der Straße passiert und dem, wie Staatsanwälte und Richter das in ihren Sesseln bewerten.“ Die Kampagnen-Poster solle man „ruhig mal in der Gerichtskantine aufhängen“.

Die Initiative soll ausgeweitet werden und auch in Kitas und Schulen Fuß fassen, so Gordan Dudas. Am 2. März um 19 Uhr wird dazu die „Soko Respekt“ im Lønneberga gegründet.

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