Die Dschungel-Königin kommt nach Lüdenscheid

Am Freitag kommt Melanie Müller nach Lüdenscheid.

Lüdenscheid - Sie ist eine Schönheit, keine Frage. Und eine sehr gefragte dazu. Mit der Sendung „Der Bachelor“ wurde sie bekannt, fast schon berühmt dagegen wurde sie im Dschungelcamp, wo sie von mehr als 60 Prozent der Zuschauer auf den Thron gehoben wurde. Jetzt kommt Melanie Müller am Freitag nach Lüdenscheid. Im B6 gibt sich die Königin die Ehre. Mit ihr sprach unsere Redakteurin Susanne Fischer-Bolz.

Frau Müller, am Freitag kommen Sie ab 22 Uhr in die Diskothek B6 nach Lüdenscheid. Auf was dürfen sich die Gäste denn freuen?

Melanie Müller: Ich mache mit dem DJ ein bisschen Spaß, dann gibt es Fotos, Autogramme. Ich bin natürlich zum Feiern da.

Der Veranstalter kündigt Sie mit den Worten an „Im B6 will Melanie Müller beweisen, dass sie neben ihren besonderen Qualitäten auch richtig gut feiern kann.“ Wie meint er das? 

Melanie Müller (lacht):  Das würde mich auch mal interessieren. Ich frage ihn erst mal, wenn ich ankomme.

Wie hat sich Ihr Leben verändert, seit Sie zur Dschungelkönigin gekürt wurden?

Melanie Müller:  Naja, ich bin nur unterwegs, lebe fast nur im Auto, dementsprechend sieht das auch aus (lacht). Essen, schlafen, schminken – alles nur noch im Auto. Ich bin sehr, sehr wenig zu Hause. Es ist schwer, mich anzutreffen. Das macht mir natürlich Spaß, aber es leidet die Familie. Die sagt: „Mensch, du bist ja gar nicht mehr da.“ Aber ich genieße jetzt die Zeit, weil so etwas natürlich auch schnell vorbei sein kann. Dann kommen wieder andere Verrückte, die lauter und schriller und lustiger sind und dann ist man in unserer schnelllebigen Zeit wieder ganz schnell raus.

Da sind Sie ganz realistisch... 

Melanie Müller: Ja. Ich gucke, dass dann später auch noch etwas anderes läuft.

Manche Leute blamieren sich bis auf die Knochen im Dschungel, andere haben das Glück und können sich gut verkaufen. Ist es denn genau das: Man benutzt das Fernsehen, um eine Marke von sich zu verkaufen?

Melanie Müller:  Ja. Früher hat uns das Fernsehen benutzt, und heute benutzen wir das Fernsehen für alles Mögliche. Da gibt es gar keine Grenzen mehr. Von daher macht man schon vieles, um irgendwie im Mittelpunkt zu stehen – bis zum gewissen Punkt. Ganz die Hosen ‘runterlassen sollte man nicht, auch wenn ich das ja auch schon gemacht habe (lacht). Aber es gibt peinliche Sachen und Dinge, die man sicher nicht im Fernsehen sehen möchte. Man muss ein gesundes Mittelding finden.

Wenn man sich auf so ein Abenteuer Dschungelcamp einlässt, weiß man ja gar nicht, wie das so bei den Leuten ankommt. Man hat vielleicht ein Konzept und dann geht das nach hinten los.

Melanie Müller: Ich hatte kein richtiges Konzept. Ich bin reingegangen und habe gedacht: Ich spiele jetzt nicht jemanden, sondern bin einfach Melanie. Beim Bachelor war das anders. Da habe ich gespielt, denn man will ja irgendwie bei 20 Mädels rausstechen. Und da muss man sich irgendetwas Witziges, Verrücktes, manchmal auch Peinliches einfallen lassen. Den Dschungel habe ich einfach genutzt, um zu zeigen, wer ich wirklich bin, und dass ich ein ganz normales Mädel von nebenan bin. Und das ist mir auch ganz gut gelungen, glaube ich.

Sie werden jetzt nicht nur zu Partys geladen, sondern auch zu Talkshows im Fernsehen beispielsweise. Ist es ein Spagat, sich auf der einen Seite umjubeln und anflirten zu lassen, auf der anderen Seite ernst und seriös rüberzukommen?

Melanie Müller:  Ja. Wenn man Mittwoch auf Mallorca Ballermann-Party macht und dann am nächsten Tag in Deutschland bei einer Talkshow eingeladen ist, dann ist das schon ein Spagat. Da muss man sich vorher gut informieren und wissen, was die wollen, warum sie mich eingeladen haben. Was könnten sie für Fragen stellen. Da muss man sich gut vorbereiten. Man kann ja nicht einfach sagen: So, hier bin ich. Ich glaube aber, dass ich das hinkrieg. Man kann lustig sein, eine große Klappe haben, aber ab einem gewissen Punkt muss man sich auch benehmen und auf eine Frage ordentlich antworten können.

Interviews sind ja nicht immer ganz einfach. In der Show von Joko und Klaas hat Ihnen Evil Jared vor die Füße gebrochen. Nicht aus Versehen, wie ich hörte. Wie kann man da noch die Fassung bewahren?

Melanie Müller: Ja, da hat man mich verarscht. Aber mich schockt so schnell nichts. Aber ich hatte gedacht, es sei ein ganz seriöses Ding, was wir machen. War es aber leider nicht. Ich bin aber nicht schreiend ‘rausgerannt. Ich saß da und habe gesagt: „Gut, dann machen wir jetzt weiter.“

Ist solch eine Geschichte nicht ein Zeichen dafür, dass man mit einigen Menschen so umspringen mag, weil sie angeblich nur schön sind, während man das beispielsweise bei einem Politiker niemals tun würde?

Melanie Müller:  Hmm. Nein, das würde man bei Politikern wirklich nicht machen. Die würden auch aufstehen und gehen. Dann würde es auch einen Riesenskandal geben – das macht man ja auch eigentlich nicht. Mit verrückten Leuten schon eher. Ich habe das nicht krumm genommen.

Vor Kurzem haben Sie den WM-Song „Auf geht’s“ aufgenommen – aber es hagelt Kritik ohne Ende.

Melanie Müller:  Ach, den Shitstorm fand ich sogar megamäßig klasse. Denn jetzt weiß jeder, dass ich einen WM-Song aufgenommen habe und jeder kennt ihn. Er wird schon von ganz alleine gesungen, ohne dass ich ihn anstimmen muss. Es wäre also viel schlimmer gewesen, wenn den Song niemand kennen würde und nächstes Jahr hätte es geheißen: „Wie, die Melanie hat einen WM-Song gemacht. Das wissen wir ja gar nicht.“ Ich habe 1,9 Millionen Klicks auf You Tube bekommen – und das innerhalb kurzer Zeit. Es kann doch eigentlich nicht besser laufen.

Apropos Kritik. Auf Ihrer Facebook-Seite gibt es teilweise wirklich böse Kommentare. Vor allem ein Mensch namens Xavier beschimpft Sie nach allen Regeln der Kunst. Warum nehmen Sie solche Sachen nicht raus? Melanie Müller: Da ich meine Seite selber pflege, damit meine Fans mit in mein Leben involviert werden, check ich da einfach nicht alles bei so vielen Kommentaren. Und meistens wird das untereinander bei Facebook geklärt. Wenn ich ihn lösche, wird er nur weitermachen. Das sind zwei/drei Menschen im Leben, die haben nichts anderes zu tun. Da reagiere ich gar nicht. Vor einem halben Jahr hätte mich das noch tierisch aufgeregt, aber jetzt sage ich: „Ach schreib doch, was du willst.“

Wenn es solche Leute gibt, gibt es auch glühende Verehrer. Müssen Sie mit einem Bodygard durch die Gegend laufen, um sich die Herren der Schöpfung vom Leib zu halten?

Melanie Müller: (lacht) Nein, ich habe mein Management, das überall mit hinkommt. Es gab noch keine Fälle, die ich alleine nicht hinbekommen hätte. Und in den ganzen Clubs und Diskotheken werden ja Security-Leute gestellt.

Dem Bachelor haben Sie ja mal einen Korb gegeben. Zu soft der Mensch. Wie ist denn Ihr Traummann?

Melanie Müller:  Gibt es eigentlich gar nicht so. Das ist eher das Motto „Er kam, sah und siegte.“ Ich habe kein festes Schema F.

Ich las, dass es Ihr Traum ist, als Assistentin von Markus Lanz die Wetten dass-Show zu moderieren. Wird das denn noch was?

Melanie Müller: Als ich das gesagt habe, hat das ZDF erklärt, dass die Sendung eingestellt würde (lacht). Mal gucken. Vielleicht darf ich ja doch mal durchwischen während der Sendung (lacht).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare