„Musical Night“ im Kulturhaus begeistert

Nur der Drummer blieb noch sitzen...

Tanzalarm: Corie Townnsend (von links), Tracy Plester und Alexandra Gentzen haben Fahrt aufgenommen.

Lüdenscheid - Nach eher kühlem Beginn hat die „Musical Night“ im Kulturhaus am Ende Akteure und Publikum in aufkommender Begeisterung zusammengeführt. Das Rezept, Stars erfolgreicher Produktionen und eine Band mit einem Potpourri musikalischer Highlights beliebter Musicals auf Tour zu schicken, ging wieder einmal auf.

Getrieben von der Axel Törber Band ging es für die singenden Akteure mitten hinein in einen schweißtreibenden Abend. Große Wirkung in dieser Show erzielte Simon Tunkin, der darstellerisch glänzte, stimmliche Eleganz vorlegte und sich zudem auf der Bühne geschmeidig bewegte. Andere hatten wohl größere Stimmen, keiner aber reichte in der Summe an das von Tunkin aufgebotene Niveau heran. Pep und gute Laune verbreitete auch Tracy Plester, die mit „Cabaret“ einen Riesenauftritt hatte.

Sascha Lien überraschte als uns Udo, ließ „Hinterm Horizont“ auch noch den „Sonderzug nach Pankow“ auffahren. Lien machte sich zudem höchst erfolgreich an „Born to Be Wild“ (Steppenwolf) und ließ mit der Queen „Don’t Stop Me Now“ aufhorchen. Alexandra Gentzen entschwebte mit ihrer Stimme ein ums andere mal in extreme Höhen, konnte mit Songs aus dem Musical „Phantom der Oper“ und „Miss Saigon“ ihr großes Potenzial aufscheinen lassen. Kollegin Corie Townsend zeigte an diesem Abend, wie eine Musicaldarstellerin stimmlich hinreißt: Mit Klangfarbe und Glanz in der Stimme.

Das Ensemble höchst erfolgreicher Musicaldarsteller nahm vor allem nach der Pause mächtig Fahrt auf. Sascha Lien glänzte mit „Eye of a Tiger“ aus dem Musical Rocky. Das Ensemble riss unter anderem mit „America“ aus Bernsteins „West Side Story“ vom Hocker. Die Herren der Schöpfung machten sich noch an Hits aus „Blues Brothers“. Turbulent wie freudig ging es dem Ende zu. Erfreut erhob sich das Publikum um zu applaudieren und das Ensemble quittierte den stehenden Applaus mit Zugabe. Ende gut, alles gut und deshalb mimte die Band noch ein wenig „Die Affen rasen durch den Wald“, man düste mit Instrument kreuz und quer. Sitzen blieb da nur noch der Drummer Axel Törber.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare zu diesem Artikel