Drobs: Konsumentenzahl leicht angestiegen

LÜDENSCHEID ▪ Ob Gesprächs- und Beratungskontakte, ob Klienten oder Vermittlungen in Therapie – die Zahlen in der Statistik der Anonymen Drogenberatungsstelle (Drobs) an der Körnerstraße sind im vergangenen Jahr „durchweg leicht angestiegen“. Das sagte gestern Drobs-Geschäftsführer Stefan Tertel. Drogenberater Klaus Hillebrand ergänzt: „Der Bedarf an ambulanter Rehabilitation nach einer stationären Therapie hat sich sogar verdoppelt.“

2010 haben die Drogenberater mehr als 2200 Kontakte zu Konsumenten oder deren Angehörigen registriert. Von den 270 Hilfesuchenden waren die meisten (157) Heroin-Konsumenten, 85 unter ihnen werden mit Ersatzdrogen substituiert. Einen steigenden Anteil nehmen die Cannabis-Raucher ein, die vornehmlich der Altersgruppe der 18- und 19-Jährigen zuzurechnen sind. Tertel: „Gerade bei jungen Konsumenten spielen Cannabis, Ecstasy und Amphetamine eine größer werdende Rolle.“ Zunehmend rücken auch Kinder von Drogenkonsumenten ins Visier. 20 Prozent der Drobs-Klienten sind Eltern. Hauptkooperationspartner sei das städtische Jugendamt, sagt Beraterin Jutta Hendess.

Auch beim Thema Substitution schauen die Sozialarbeiter wenig optimistisch in die Zukunft. Werner Mirbeth: „Wenn jeder Arzt nur einen einzigen Betroffenen substituieren würde, hätten wir weniger Probleme.

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