März: Eleonore Handke und Hildegard Klatt

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Haben zusammengerechnet mehr als 50 Jahre lang im Frauenarbeitskreis des DRK Lüdenscheid für die Verpflegung zigtausender Blutspender gesorgt: Hildegard Klatt (l.) und Eleonore Handke.

Lüdenscheid - Mit ihrem jahrzehntelangen Engagement haben Eleonore Handke und Hildegard Klatt zigtausenden Blutspendern eine leckere Zugabe im DRK-Heim beschert. Deshalb sind sie für die LN stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helferinnen des DRK-Frauenarbeitskreises die Lüdenscheiderinnen des Monats März.

Wie viel tausend Brötchen sie geschmiert, Salate angemacht, Würstchen und Fleisch serviert und Kaffee eingeschenkt haben, wissen die beiden nicht – nur: „Es war immer eine gute Gemeinschaft, wir haben allerlei schöne Erlebnisse mit vielen Menschen gehabt und keinen Moment bereut!“ Die 86-jährige Eleonore Handke hat nach 28 Jahren ihren Abschied von der aktiven Verpflegungsarbeit genommen, ihre 83-jährige Mitstreiterin Hildegard Klatt nach 23 Jahren.

Sie erinnern sich noch an ihre Anfänge in den 80er Jahren, als es noch einmal vierteljährlich einen großen Blutspendetermin im DRK-Heim gab (heute einmal monatlich). „Da war immer sehr viel los. Für jeden Spender gab es drei halbe Brötchen und Kaffee“, erzählt Klatt. „Das haben wir aber nicht so ganz genau genommen“, ergänzt Handke. Da seien beispielsweise zwei junge Rekruten regelmäßig am Freitagnachmittag aus Iserlohn auf dem Weg nach Hause zur Blutspende vorbeigekommen – „einer sehr groß, der andere sehr klein, wir haben sie nur Pat und Patachon genannt“. Drei halbe Brötchen seien für die nie genug gewesen. „Ich hab’ denen immer viel mehr gegeben, die hatten so einen Hunger“, schmunzelt Handke. Oder ein treuer Blutspender, der eigentlich nur wegen der leckeren Heringe gekommen sei, die das DRK eine Weile angeboten habe. „Dem hab’ ich immer zwei Hälften auf den Teller getan, obwohl wir nur eine pro Spender rausgeben sollten“, lacht Klatt.

Neben den Verpflegungsarbeiten hätten die Helferinnen vor allem in den Anfangsjahren auch ein wachsames Auge auf die Spender haben müssen. „Wenn mal wieder einer vor Schwäche unter dem Tisch verschwand, haben wir sofort Hilfe geholt“, erklärt Handke.

Vor allem bei den Vierteljahresterminen seien die sieben Frauen pro Schicht „richtig ans Arbeiten“ gekommen. „An einem Nikolaus-Termin kamen 845 Spender. Die standen in langen Schlangen auf der Treppe. Für jeden gab es einen Stutenkerl, über den sich damals alle riesig gefreut haben“, sagte Handke. Da seien die Helferinnen erst weit nach 22 Uhr fertig gewesen.

Dass sei in den Anfangjahren allerdings gar nicht so selten gewesen; gerade bei den Außeneinsätzen vor allem in Brüninghausen kam es immer wieder vor, dass die Spender den Blutspendetermin zu einem gemütlichen Treffen machten. „Die setzten sich nach der Spende gemütlich zusammen, aßen, tranken und klönten – und wir hatten manches Mal richtig Mühe, sie zum Gehen zu bewegen.“

Im Laufe der vielen Jahre sei das kulinarische Angebot enorm vielseitiger geworden. Von der reinen Bedienung sei nach und nach auf Büfett-Selbstbedienung umgestellt worden. Es gebe reichlich Salate, Fleisch und Wurst aller Art, Pommes und, und, und... Die Arbeit sei dadurch auch immer mehr geworden, erzählen Klatt und Handke. „Doch es hat uns immer sehr viel Freude gemacht“, betonen sie. Sie besuchen auch jetzt noch ab und zu die monatlichen Treffen des Frauenarbeitskreises. - wok

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