Dritter Rettungswagen rund um die Uhr

Lüdenscheid - Nach einem Einwand der Stadt Lüdenscheid wird der 3. Rettungstransportwagen (RTW) künftig voraussichtlich über das gesamte Jahr rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Einen entsprechenden Vorschlag hatte der Fachdienst Feuer- und Rettungswache gemacht, als der Rettungsdienstbedarfsplan durch den Märkischen Kreis neu aufgestellt worden war. Er ist mit Beginn des neuen Jahres in Kraft getreten.

Im Vorfeld hatte der Kreis einen entsprechenden Entwurf erarbeitet, über den laut Landesgesetz mit der Stadt Lüdenscheid als Träger einer Rettungswache Einvernehmen zu erzielen ist. Das gelang nicht auf Anhieb. Einer der Hauptkritikpunkte war aus Sicht der Stadt die deutliche Erhöhung der Rettungsmittelstunden in den Versorgungsgebieten um den Stadtkern herum, ohne dass das gesteigerte Einsatzaufkommen für die Stadt berücksichtigt worden sei.

Für die Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans waren nach Angaben des Kreises die Einsatzzeiten des Jahres 2013 herangezogen worden. Die Auswertung der Daten führten zunächst dazu, dass der 3. Rettungswagen an Werktagen nur tageszeitabhängig zu besetzen sei. Auch eine entsprechende Kontrollberechnung für das Jahr 2014 ergab keinen Änderungsbedarf. Eine zusätzliche Hochrechnung der Einsatzdaten bis September 2015 auf das gesamte Jahr habe aber den Eindruck der Stadt bestätigt, dass der RTW zukünftig ganztägig zu besetzen sein könnte, führte der Kreis in seiner Stellungsnahme fort. Sollten die Einsatzdaten konstant bleiben, soll der 3. RTW rund um die Uhr im Einsatz sein und dies auch im Rettungsdienstbedarfsplan festgeschrieben werden.

Erweitert werden zudem die Einsatzzeiten des Tages-RTW, der bisher montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr eingesetzt wird und künftig auch am Wochenende von 8 bis 18 Uhr im Einsatz sein wird. Der Tages-Krankentransportwagen (KTW), der von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr eingesetzt wird, soll künftig die gesamte Woche von 8 bis 14 Uhr einsatzbereit sein.

Naturgemäß ist mit der Ausweitung der Einsatzzeiten auch eine personelle Aufstockung notwendig. So wurden die drei befristeten Angestelltenstellen auf fünf erhöht. Sie sollen im Stellenplan 2016 in unbefristete umgewandelt werden.

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