Drillingswagen für Simon Alexandros und Dimitrios

LÜDENSCHEID – Da liegen sie in ihrem Zwillingswagen, der bald, aufgrund der Glücksbringer-Spende von „Sonneborn Sparkauf“, ein Drillingswagen sein wird: Die zwei Monate alten Babys Alexandros-Theodoros, Dimitrios-Emmanouel und Simon-Elias sind der ganze Stolz ihrer Eltern Irini Papadopoulou und Pantelis Haritidis. Auch der „große Bruder“ Georgios freut sich über seine kleinen Brüder. Und doch gibt es neben all der Freude auch Grund zur Sorge in der griechischen Familie. „Als ich drei Wochen vor der Geburt erfuhr, dass ich Drillinge und nicht Zwillinge bekommen würde, war ich geschockt. Und mein Mann war es auch“, erzählt Irini Papadopoulou.

Die gebrauchten Zwillingswagen, die Irini und ihr Mann Pantelis im Bekanntenkreis organisiert hatten, waren plötzlich nutzlos geworden. „Und dann kam der Anruf, dass „Sonneborn Sparkauf“ uns einen Drillings-Kinderwagen schenken wird. Wir sind immer noch ganz aus dem Häuschen. Dieses Geschenk ist für uns eine Riesenhilfe  – wir wissen gar nicht, wie wir uns bedanken sollen“, sagt das Ehepaar und erzählt dann, dass der Drillingswagen nicht die einzige Anschaffung ist, die in der nächsten Zeit nötig wird. „Wir brauchen dringend ein Auto, das groß genug ist, um den großen Kinderwagen und sechs Personen zu befördern. Momentan fahren wir noch mit zwei Autos durch Lüdenscheid. Aber das ist auf die Dauer einfach viel zu teuer“, erklärt Pantelis Haritidis.

Und auch die Wohnung ist für die sechsköpfige Familie auf Dauer viel zu klein. „Wir müssen uns ein Haus suchen, das erschwinglich ist. Genügend Kinderzimmer und einen Garten sollte es haben, denn mit den vier Kindern gemeinsam spazieren zu gehen – das wird am Anfang nicht funktionieren“, sagt Mutter Irini.

Nur zu gern würde sich die vierfache Mutter gemeinsam mit ihrem Mann einfach nur über den Nachwuchs freuen, der gesund ist und friedlich schlafend im Kinderwagen liegt. Aber die Sorgen sind zu groß. „Manchmal weiß ich nicht, wie wir das alles schaffen sollen. Aber es muss einfach funktionieren“, sagt Irini und blickt auf ihre Drillinge. Sie lächelt – und wird kämpferisch. Das Ehepaar hat Kontakt zum Jugendamt aufgenommen, sich erkundigt, welche Hilfen es gibt. Außerdem stellt die Krankenkasse der Familie Haushaltshilfen – aber nur für zehn Wochen. „Dann müssen wir wieder einen neuen Antrag stellen. Aber natürlich tun wir das – gerne sogar. Schließlich wollen wir, dass unsere Kinder einen guten Start ins Leben haben. Wir tun alles, was wir können. Aber weitere Unterstützung zu bekommen, wäre wunderbar“, sagen Irini und Pantelis.

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