Dreiste Betrüger mit hinterhältigen Maschen

LÜDENSCHEID ▪ Renate Gawron ließ sich nicht lange ins Boxhorn jagen und konnte am Mittwoch schon wieder drüber lachen. Aber dreist findet sie die Vorgehensweise einer vermeintlichen Betrügerin schon und warnt mögliche weitere Opfer, sich nicht verunsichern zu lassen.

Zum Hintergrund: Am Dienstag erhielt die Lüdenscheiderin einen Anruf: „Zahlen Sie sofort 7500 Euro oder Ihr Mann wird ausgewiesen, denn seine Aufenthaltsgenehmigung ist abgelaufen.“ Ungläubig schüttelte sie den Kopf ob solcher Dreistigkeit, denn: „Mein Mann ist schon seit 18 Jahren tot.“ Das teilte sie auch der Anruferin mit, die daraufhin ihren Lebensgefährten sprechen wollte. Der hörte sich den Spruch ebenfalls an, legte dann aber auf. „Wer weiß, ob die Frau bei manchem nicht mit so einer Masche durchkommt“, sagt Renate Gawron. Wie die Anruferin gerade auf sie kam, kann sie sich nicht erklären. „Bei uns benötigt niemand eine Aufenthaltsgenehmigung.“

Einen Betrugsversuch anderer Art vermeldete Frank Schnelle von der Rheinland-Versicherung. Er erhielt ein Schreiben von der GWE GmbH, Gewerbeauskuft-Zentrale in Düsseldorf mit einem „Eintragungsangebot zur Empfehlung Ihres Betriebes.“ Im Kleingedruckten wird dafür eine jährliche Vergütung von 478,20 Euro fällig, macht bei einer Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren satte 956,40 Euro. Schnelle schickte das unseriöse Angebot an die LN, um Betriebe vor vorschnellem Vertragsabschluss und Abzocke zu warnen.

Die Polizei rät, mit fragwürdigen Anrufen und Angeboten vorsichtig umzugehen und sich im Zweifelsfall auch den Rat der Verbraucherzentrale einzuholen.

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