Dreiste Autofahrer blockieren Wohnmobilstellplätze

+
Auch die Ver- und Entsorgungsstation war komplett zugeparkt, so dass der Service fast den ganzen Tag über nicht nutzbar war.

Lüdenscheid - Chaotisch geht es in diesen Tagen auf dem Nattenberg-Parkplatz zu. Jeder, der die warmen Tage für einen Freibad-Besuch nutzen will, muss sich erst einmal einen Parkplatz „erkämpfen“.

Ein kurzer, aber steiler Fußweg verbindet den Haupteingang auch mit den Parkplätzen am Nattenberg-Stadion, doch begehrter sind die Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Familienbades.

Am Dienstag, als auch noch die DLRG ihre Übungsstunden im Schwimmbad hatte, eskalierte die Situation regelrecht – und gleich mehrere Freibad-Besucher stellten ihr Fahrzeug auf die für Wohnmobile reservierten Flächen. Ganz zum Ärger von Heino Wachter und Christoph Scharf, die mit ihren Wohnmobilen die Plätze nutzen wollten. Scharf, der ebenfalls ins Schwimmbad wollte, musste vier Stunden in der Hitze in seinem Wohnmobil warten, bis er endlich einparken konnte. 45 Minuten wartete Heino Wachter, der auf dem Platz übernachten wollte, bevor er vergeblich versuchte, das Ordnungsamt zu erreichen. Bei seinem Anruf bei der Polizei gab man ihm den Tipp, die Kennzeichen zu notieren und im Schwimmbad ausrufen zu lassen. „Das wäre auch unsere Vorgehensweise gewesen“, erläuterte Ordnungsamts-Leiterin Martina von Schaewen auf Nachfrage. Frank Ruffer vom Ordnungsamt versprach, dass die Wohnmobilplätze an warmen Tagen künftig öfter kontrolliert würden. Sollten sie von Personenwagen besetzt sein, droht ein Verwarngeld zwischen 10 und 15 Euro.

Besonders ärgerlich für die Wohnmobilisten ist es auch, wenn die Ver- und Entsorgungsstation, die in Höhe der Altglascontainer steht, zugeparkt ist. „Eine zusätzliche Kennzeichnung auf dem Boden könnte Missverständnissen vorbeugen“, lautet der Vorschlag von Heino Wachter, der regelmäßig den Lüdenscheider Stellplatz aufsucht – und bei schönem Wetter schon öfter Probleme hatte, einen Stellplatz zu bekommen oder sein Mobil entsorgen zu können. „Das Schlimmste ist, dass man auch noch blöd angepöbelt wird, wenn man die Pkw-Fahrer auf ihr Vergehen hinweist“, ärgert er sich. - CG

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare