Drei Sprecher koordinieren Angebote der Flüchtlingshilfe

Die drei Sprecher des Koordinierungskreises Flüchtlinge (von links): Arnd Lüling, Mechthild Börger und Martin Hartung (v.li.) wollen für dauerhafte und verlässliche Strukturen sorgen. - Foto: Messy

Lüdenscheid - Ganz von allein funktioniert nichts, gerade dann nicht, wenn es gilt, bei der Organisation neuer Strukturen viele Aspekte zu berücksichtigen. Das gilt auch für den Koordinierungskreis Flüchtlinge. Mit Mechthild Börger, Arnd Lüling und Martin Hartung haben sich jetzt drei Sprecher gefunden, die noch lose Fäden bündeln und bestehende Hilfsangebote koordinieren und ergänzen.

„Wir wollen für Verknüpfungen sorgen, wo das nötig ist, Kontakte herstellen, Angebot und Nachfrage aufeinander abstimmen“, sagt Arnd Lüling. Dazu gehöre auch der Aufbau einer Homepage für die Flüchtlingshilfe. „Sie ist in Arbeit.“

Mechthild Börger ergänzt: „Manchmal gibt es zum Beispiel ja schon Begleitungen. Oder wir haben erfahren, dass es beim Märkischen Kreis Fortbildungen für ehrenamtliche Helfer gibt. Das alles zu berücksichtigen und in die richtigen Wege zu leiten, ist wichtig, um gezielt helfen zu können, gerade da, wo Ehrenamtliche an ihre Grenzen kommen, beispielsweise in der rechtlichen oder psychologischen Betreuung von Flüchtlingen.“

So locker vernetzt wie möglich, aber so strukturiert wie nötig, lautet die Devise. „Ein Zahnrad soll in das andere greifen“, fügt Martin Hartung hinzu.

Begonnen hat alles im Januar mit dem ersten Runden Tisch für Flüchtlinge. Nach einem zweiten Treffen stellte sich schnell heraus, dass die zahlreichen Hilfestellungen einer Struktur bedurften, damit sie nicht aneinander vorbei liefen. So kam es zur Gründung des Koordinationskreises, der aus mehreren Arbeitsgruppen besteht. Darin geht es zum Beispiel um Logistik und Fahrdienste, ehrenamtliche Begleitung bei Behördengängen oder Einkäufen, der Suche von Wohnungen, aber auch um die Kinderbetreuung in den Unterkünften an der Schnappe oder am Nattenberg. Auch ein Arbeitskreis Sprache ist sehr aktiv. Der Arbeitskreis Sport und Kultur wiederum soll noch stärker belebt werden. „13- bis 18-jährige Teenager hängen noch etwas in der Luft“, meint Arnd Lüling. Zum Integrationsrat will er noch Kontakt aufbauen, auch der Arbeitskreis Begegnung soll noch einmal angeschoben werden. Sehr begrüßten alle drei Sprecher die Initiative von Dr. Ulrich Gallenkamp, der sich um die Unterstützung von Ärzten und Apothekern kümmert.

Den drei Sprechern geht es darum, dauerhafte und zuverlässige Strukturen zu schaffen. Wer Kontakt aufnehmen will kann sich an das Pfarrbüro der Gemeinde St. Joseph und Medardus unter  02 35 1/ 66 40 00 oder Mechthild Börger unter  02 35 1/ 66 40 0- 15 wenden. Sobald die Homepage fertig ist, wird es auch darüber eine Adresse geben, wie man sich in die Koordinierung für die Flüchtlingshilfe einbringen kann.

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