Drei Millionen Euro mehr an Schlüsselzuweisungen für Lüdenscheid

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Symbolfoto

Lüdenscheid - Voraussichtlich drei Millionen Euro mehr an Schlüsselzweisungen als 2014 bekommt die Stadt in diesem Jahr vom Land. Das teilte Kämmerer Dr. Karl-Heinz Blasweiler am Mittwoch auf LN-Anfrage mit.

„Mit den neuen Zahlen liegen wir auf Linie mit dem Haushaltssicherungskonzept.“ Es gebe eine Hochrechnung aus Düsseldorf und eine über den Städtetag. Im Herbst werde die Summe genau festgezurrt.

Grundlage der Berechnungen sei der Steuerertrag des Landes. „Daraus ergibt sich die Summe, die aufgrund des Gemeindefinanzierungsgesetz zu verteilen ist. Wie der Kuchen dann aufgeteilt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei gibt es im Märkischen Kreis immer wieder Gewinner und Verlierer.“ Die kommunale Steuerkraft sei eines der Kriterien. Weitere Parameter seien die demografische Entwicklung, Schülerzahlen oder der Aufwand der sozialen Leistungen

Lüdenscheid zählt zu Gewinnern, andere Städte verlieren

Der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick zeigte sich in einer Pressemitteilung enttäuscht über die Höhe der Schlüsselzuweisungen für den gesamten Märkischen Kreis. Laut ersten Berechnungen werde der Kreis 6,4 Prozent weniger Zuschüsse von der rot-grünen Landesregierung bekommen. Das mache mehr als 7,6 Millionen Euro aus.

Während Lüdenscheid zu den Gewinnern zählt, sind danach laut Angaben von Schick Balve mit einem Minus von 17,7 Prozent, Halver mit 35,5 Prozent und Hemer gar mit 76,2 Prozent die Verlierer. Auch Iserlohn müsse mit einem Minus von 10,2 Prozent rechnen. Laut Iserlohns Kämmerer Friedhelm Kowalski seien dies sieben Millionen Euro weniger als erwartet.

Nach Einschätzung von Thorsten Schick gehört der kreisangehörige Raum damit unterm Strich zu den Verlierern des Gemeindfinanzierungsgesetzes. Dabei stehe man hier vor besonders hohen Herausforderungen.

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