Drastische Veränderungen bei Nanogate - zwei Standorte im MK betroffen

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Nanogate

Lüdenscheid – Der Technologiekonzern Nanogate SE, zu dem in Lüdenscheid Nanogate Vogler Systems (Golsberger Straße) und in Kierspe die Nanogate Medical Systems gehören, setzt seine im Sommer angekündigten Umstrukturierungen um.

Die möglichen Auswirkungen auf die hiesigen Unternehmen kommentierte auf LN-Nachfrage Ralf Zastrau, CEO der Nanogate SE, wie folgt: 

„Wir planen keine grundsätzlichen Stellenstreichungen oder Standortschließungen. Im Rahmen der Optimierung des Konzerns ist aber durchaus möglich, dass es einzelne Anpassungen und somit vereinzelten Arbeitsplatzabbau gibt. Im Rahmen unseres NXI-Plus-Programms überprüfen wir die Standorte. Derzeit möchten wir uns dazu aber nicht näher äußern. Angesichts der hohen Auslastung und der hohen Auftragsbasis ist ein nennenswerter Personalabbau aber weder notwendig noch möglich. Das gilt natürlich auch für die Nanogate Vogler Systems und Nanogate Medical Systems.“ 

In Lüdenscheid sind bei dem 2014 übernommenen Oberflächenspezialisten Vogler etwa 160 Mitarbeiter beschäftigt, in Kierspe etwa 170 Mitarbeiter. Nanogate Vogler Systems gilt als Spezialist für Kunststoffkomponenten und Oberflächenveredelung. 

Durch die Einführung der neuen Konzernstruktur werde zugleich die Ergebnisprognose für 2019 gesenkt und die Dividende für dieses Jahr entfallen, teilt der Konzern mit. Trotz guter Markt- und Kundenpositionierung stehe Nanogate vor signifikanten operativen Herausforderungen. 

Letztlich wolle man durch effizientere Abläufe, den Fokus auf margenstarke Aufträge sowie durch weitere Maßnahmen die Finanzkraft stärken, Bankverbindlichkeiten deutlich reduzieren und zur Profitabilität zurückkehren. 

Bankengespräche sind demnach nicht nur „zur Anpassung der Kreditbedingungen“ erforderlich, sondern auch „wegen eines möglichen Verstoßes gegen vereinbarte Kreditklauseln“.

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