Von Douglas bis zum Finanzamt

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Umlagert: Douglas-Repräsentantin Kim Seneca hatte es am Staberg mit überwiegend weiblichen Interessenten an kaufmännischen Berufen zu tun.

LÜDENSCHEID -Ob Kostal, Erco, Busch-Jaeger oder Kattwinkel, Douglas, die AOK, die Sportklinik Hellersen, die PTA-Schule Hagen, die LN, der Märkische Kreis oder das Finanzamt: Sie alle bilden junge Leute aus, und alle schickten gestern Vertreter auf den Staberg. Dort pilgerten Schüler der Jahrgangsstufe 12 durch die Räume des Zeppelin-Gymnasiums, um ihre Fragen zu Chancen und Herausforderungen der jeweiligen Berufe loszuwerden.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Die Schüler hatten die Möglichkeiten dieses Tages, den Zepp und Scholl seit 15 Jahren anbieten, hervorragend genutzt. Viele stellten gezielte Fragen, andere ließen sich noch einmal auf ganz andere Berufswünsche ein.

Erstaunt und angetan angesichts des großen Interesses

Erstaunt und angetan angesichts des großen Interesses und der guten Vorbereitung vieler Schüler, wenn es um ihren Wunschberuf geht, zeigten sich gestern Mittag die Vertreter der 14 Betriebe und Institutionen in ihrer „Manöverkritik“ nach dem Staberger Infotag zu Ausbildungsberufen. Zugleich bleibt es schwierig, junge Frauen, auch angehende Abiturientinnen, für „Männerberufe“ zu interessieren – und umgekehrt.

Auch das war die einhellige Meinung im Lehrerzimmer des Zeppelin-Gymnasiums, das den Infotag im jährlichen Wechsel mit dem Scholl für die Jahrgangsstufe 12 beider Gymnasien durchführt. So begrüßten Uwe Perlowski (Kostal) oder Arnd Knitter (Busch-Jaeger) überwiegend Herren der Schöpfung in „ihren“ Klassenzimmern. Kim Seneca von der Douglas-Holding, zu der fast nur Schülerinnen kamen, schaffte es mit Duftwasser-Pröbchen für den Herrn immerhin, auch den einen oder anderen jungen Mann an ihr Pult zu locken. Dort gab‘s dann Infos über den Beruf des Groß- und Außenhandelskauf-Manns, der auch bei Douglas sehr wohl gesucht ist.

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Berufs-Info am Staberg

Michaela Trzecinski von der Agentur Mark informierte denn auch ausdrücklich über Berufschancen von Frauen, Erco-Ausbildungsleiterin Corinna Klebon hatte eine Auszubildende mitgebracht, die noch vor einem Jahr Zepp-Schülerin war. „Eine Super-Idee“, fand Ulrich Müller von der AOK, die ebenfalls über Staberg-Absolventen verfügt. Die sollen ihn beim nächsten Mal unterstützen.

2011 wollen gleich zwei Jahrgänge informiert werden

Verstärkung wird dann für alle Unternehmen nötig sein, denn 2011 wollen gleich zwei Jahrgänge über Berufe in heimischen Unternehmen informiert werden. Dann stehen die Jahrgänge 11 und 12 zeitgleich ein Jahr vorm Abitur, darauf wiesen die Organisatoren von Zepp und Scholl, die Lehrer Gerd Peters und Jürgen Prüfer, die Teilnehmer schon gestern hin. Ab 2012 werden die Schüler dann durchweg ein Jahr jünger sein – ebenfalls wegen G 8, der nur noch achtjährigen Gymnasialzeit. - hgm

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