TU Dortmund zu Gast im „Hörsaal Kostal“

Begegnungen in der Praxis: die Studenten der TU Dortmund mit Prof. Dr. Andreas Hoffjan (Mitte hinten) und Helmut Peters (3. von rechts), Geschäftsleiter Kaufmännische Dienste der Kostal-Gruppe.

Lüdenscheid - Gewöhnlich stehen die Studenten morgens auf dem Weg zur Vorlesung auf der A 45 Richtung Dortmund im Stau. Zum Semesterende war es einmal umgekehrt. Studenten der Technischen Universität (TU) hatten aus Dortmund kommend freie Fahrt Richtung Lüdenscheid. Der Hörsaal wurde verlegt in die Räume der Firma Kostal.

Gemeinsam veranstalteten der Lehrstuhl Controlling der TU Dortmund und der Hersteller von technologisch anspruchsvollen elektronischen, elektromechanischen und mechatronischen Produkten ein Seminar.

„Raus aus dem Elfenbeinturm“ lautet die Devise von Prof. Dr. Andreas Hoffjan, Inhaber des Lehrstuhls Unternehmensrechnung und Controlling an der TU. So machte er sich mit 14 Master-Studenten im Fach Wirtschaftswissenschaften auf den Weg nach Lüdenscheid. Das Thema des Seminars war mit „IT und Controlling“ praxisnah gewählt. An der Schnittstelle IT und Controlling behandelten die Akteure drei Themenblöcke: Unterstützung der Controlling-Aufgaben durch die IT, die Steuerung und Bewertung von IT-Kosten und Leistungen sowie Ansätze zur Unternehmenssteuerung bei IT-Dienstleistern.

Einen Partner fand die TU Dortmund für das Seminar in Helmut Peters, Geschäftsleiter Kaufmännische Dienste, von Hause aus Informatiker. Peters spielt dabei nicht nur die Gastgeberrolle, sondern kommentiert die Seminarergebnisse aus praktischer Perspektive: „Welche der identifizierten Probleme sind wirklich relevant, und welche der aufgezeigten Lösungen funktionieren auch in der Praxis?“ Dieser Umsetzungsbezug mache in Verbindung mit der individuellen Note den besonderen Flair des Seminars aus. Prof. Hoffjan: „Entsprechend schätzen die Studierenden diese Veranstaltung. Inhaltlich haben sie die Chance, an Echtproblemen zu arbeiten, sich mit der Praxis auszutauschen und ein Unternehmen intensiver kennenzulernen. Die Rückkopplung aus der Praxis hilft ihnen entscheidend weiter.“ Dazu Master-Student Christian Riegler: „Mich freut es, Feedback direkt von Vertretern der Praxis auf die von mir gewonnenen theoretischen Kenntnisse zu erhalten.“

Umgekehrt profitiere das Unternehmen vom neuesten Stand der Forschung und habe die Möglichkeit, direkt vor der Haustür mögliche Nachwuchskräfte anzusehen. „Den Laufsteg für das Controller-Casting holt man sich damit ins eigene Haus“, sagt Klaus Derksen aus der Personalabteilung der Firma.

Prof. Hoffjan vom Lehrstuhl Unternehmensrechnung und Controlling verbindet regelmäßig Seminare mit betrieblicher Praxis. So war er im Wintersemester mit Master-Studenten beim Entsorger Remondis in Lünen und im laufenden Semester noch bei der mittelständischen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Audalis in Dortmund zu Gast. - omo

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