Freunde sind zu Gast - Ausstellung in den Museen

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Dorna Hatamlooy (links) und Ulrike Tütemann.

Lüdenscheid  - Freunde sind zu Gast, wenn am Sonntag um 16 Uhr die gleichnamige Ausstellung des Lüdenscheider Fotografen Guido Raith in den Räumen der städtischen Museen am Sauerfeld eröffnet wird. Die Ausstellung - eine Kooperation der Museen mit dem Verein „Wir hier“ – zeigt 30 Lüdenscheider generationsübergreifend gemeinsam mit ihrem Freund, der eine deutsch, der andere mit Migrationshintergrund.

Versehen sind die großformatigen Schwarzweiß-Fotografien mit Begleittexten, die den Hintergrund der Freundschaft erhellen. In den kommenden Wochen drucken wir die Fotografien und deren Begleittexte in loser Reihenfolge ab. Die Vernissage ist öffentlich und kostenfrei.

Zur Begrüßung sprechen auch Dorna Hatamlooy und Ulrike Tütemann vom Verein „Wir hier“. Mit den beiden Vorsitzenden des Vereins nimmt unsere Serie ihren Anfang. Sie verbindet Engagement und Leidenschaft. Berufs- und Privatleben sind eng verknüpft. Und irgendwie sind sie in dieser Zeit derZusammenarbeit zu einer Art Familie geworden. Dazu gehört auf jeden Fall auch der Verein „Wir hier“. Für diesen Verein und seine Inhalte kämpfen die Freundinnen. Aber nicht nur diese Zusammenarbeit verbindet Dorna und Uli.

Auch ganz privat sind die beiden durch stürmische See gesegelt und fanden bei dem anderem immer einen sicheren Hafen, ein offenes Ohr, ein tröstendes Wort (oder ein kritisches) und ein großes Herz. Dorna schreibt: „Als ich im Frühling 2011 als freie wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Museen der Stadt

Lüdenscheid begann, habe ich mit vielem gerechnet, auf der Suche nach Freunden war ich nicht. Uli hat mir so Vieles beigebracht, angefangen bei der vielleicht wichtigsten Erkenntnis in meinem Leben: Wir Menschen sind nicht perfekt, nichts ist perfekt, und das ist auch gut so. Ohne Uli, die Arbeit mit ihr, die gemeinsame Freizeit, die vielen Gespräche hätte ich das vielleicht nie erkannt. Uli hat mir viel geschenkt in den letzten Jahren, so viel Aufmerksamkeit, Geduld, Wärme, Zuneigung, ein zweites Zuhause bei ihr und ihren Lieben in Lüdenscheid. Zu Uli gehen bedeutet für mich, nach Hause zu gehen.“

Uli schreibt über Dorna: „Sie hatte mich damals mitgeschleppt zu einem Termin in einem arabischen Gemeindezentrum. Für mich war alles neu und auch ein bisschen fremd. Dorna hat mir den Blick für andere Kulturen und Menschen geöffnet. Ein Blick, den man im Allgemeinen in unserer Stadt nicht so selbstverständlich wagt. Mit keiner anderen Freundin habe ich jemals so verrückte

Pläne geschmiedet und sie dann auch in die Tat umgesetzt, wie zum Beispiel die Gründung des Vereins ,Wir hier’. Und nach all diesem Wahnsinn haben wir es sogar noch geschafft, einen Urlaub miteinander zu verbringen.

Ruhige Tage an der Algarve mit munteren Gesprächen und stillen Wanderungen. Diese „stille“ Seite unserer Freundschaft stand auch im Vordergrund in den schweren und schlimmen Stunden, die wir miteinander durchgestanden haben. Guido hat sehr sensibel festgehalten, welche Kraft von dieser Freundschaft ausgeht.

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