Doppelte Jubiläumsgala der Ballettschule Klüttermann

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Für Léo Delibes Ballettmusik „Coppélia“ konnten Heidi und Manuela Klüttermann aus dem Vollen schöpfen: Bestens sortiert und hochkonzentriert zeigten sich dabei die Ballettschülerinnen, von denen die jüngsten erst sechs Jahre alt sind.

Lüdenscheid - Zweimal 500 Besucher, 150 Akteure auf der Bühne und ein Fest für die Augen: Mit einer doppelten Jubiläumsgala feierten Heidi und Manuela Klüttermann und ihre Schülerinnen im Kulturhaus am Wochenende das 30-jährige Bestehen ihrer Ballettschule.

Als besonderer Ehrengast kam Bürgermeister Dieter Dzewas mit einem Glückwunsch. Er würdigte die Verdienste der Ballettschule um das Kulturleben der Stadt – Verdienste einer Institution, die ohne öffentliche Unterstützung seit so vielen Jahren erfolgreich arbeitet.

Fröhliche Ballettmusik stand im ersten Teil des Abends auf dem Programm: Klassisches Ballett auf hohem Niveau boten die Schülerinnen zu Léo Delibes beliebter Ballettmusik „Coppélia“, die auf Motiven aus E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ basiert. 

Heidi und Manuela Klüttermann konnten hier aus dem Vollen schöpfen: Große und kleine Blumenkinder, die Tänzerinnen der Mazurka und des Csárdás in der Dorfszene, Babypuppen, Japaner und Chinesen: Hier stand schon ein Großteil der 150 Akteure in prächtigen Kostümen auf der Bühne.

Die hohe Kunst des Stepptanzes wurde an den Gala-Abenden sorgfältig gepflegt zum Stepp-Klassiker „42nd Street“ und Irving Berlins „Puttin’ on the Ritz“ – frei übersetzt: „Wirf dich in Schale“.

Die Jüngsten – an diesem Abend, nicht in der Ballettschule – waren erst sechs Jahre alt und nahmen die ihnen zugedachten Aufgaben schon sehr ernst. Die Geschichte um die Irrungen der Liebe zu einer mechanischen Puppe bot beste Möglichkeiten, die abgehackten Bewegungen eines Automaten gegen die Geschmeidigkeit menschlicher Ballerinen antreten zu lassen.

„Showtime“ war das Stichwort für den großen zweiten Teil des Abends. Hier gaben die Ballettschülerinnen ebenfalls auf hohem Niveau Kostproben des weiten Spektrums an modernen Tanzstilen, die am Breitenfeld gepflegt werden: Flamenco, Jazz-Dance, Stepptanz, getanzte Musicals und zeitgenössische Choreographien.

Am Ende war dann doch alles wieder gut in Délibes „Coppelia“: Swanhilda und Franz trafen sich zur großen Hochzeitszeremonie.

Nebenbei absolvierten die Tänzerinnen – unterstützt von Wechseln in der Besetzung - ein riesiges Umzugs- und Farbwechselprogramm: vom eleganten blau-silbernen Kostüm zum Goldglanz, von kunterbunt bis Hippie-Look, der in einer kleinen Demonstration für „Love, peace and happiness“ angesagt war.

Musikalisch gab es ganz Unterschiedliches von „Scream and Shout“ über eine ruhige Ballade von Rihanna bis zum flotten „Hanky Panky“. Zu „42nd Street“ und Irving Berlins „Puttin’ on the Ritz“ wurden die Stepptanzschuhe ausgepackt, und ein munteres Arm- und Beinballett ließ die Besucher schmunzeln.

Unter Anleitung von Manuela Klüttermann durften sie das Tänzchen vorab ausprobieren. Überhaupt feierte das Publikum kräftig mit und verabschiedete die Tänzerinnen aus fast allen Altersklassen beim großen Finale mit einem donnernden Schlussapplaus zu Irving Berlins Klassiker „There’s no business like showbusiness“. - thk

30 Jahre BallettschuleKlüttermann

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