Donnernder Applaus nach glanzvollem Finale

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Viel Beifall belohnt alle Sänger und Musiker nach dem großen Finale. -

LÜDENSCHEID ▪ Mit dem Lüdenscheider Männerquartett (LMQ) feiert in diesem Jahr ein Chor mit großer Tradition seinen 100. Geburtstag.

Diesem Jubiläum angemessen zeigte sich am Sonntag die Resonanz auf das große Festkonzert „100 Jahre LMQ“ im Kulturhaus, das restlos ausverkauft war. „Das LMQ hat sich im Laufe seines langen Bestehens stets karitativ und sozial engagiert und wäre angesichts seines gesanglichen Niveaus ein Schmuck für jedes Opernhaus“, erklärte Museumsleiter Dr. Eckhard Trox, der die Moderation des Abends übernommen hatte. Bereits im Jahr 1972 wurde das LMQ zum Meisterchor des Chorverbandes NRW und erkämpfte sich diesen Titel, den heute lediglich drei Chöre in der Bergstadt tragen, seither acht Mal.

Im Rahmen des Jubiläumskonzertes, das sich in fünf Themenblöcke unterteilte, stellten die Gastgeber gemeinsam mit hochkarätigen musikalischen Gästen einmal mehr ausgiebig ihr Können unter Beweis, wobei die Veranstaltung auch in optischer Hinsicht überzeugte: Vereinsgeschäftsführer Horst Kerschenlohr hatte für eine prächtige Diashow auf Großbildleinwand mit selbst erstellten Fotografien gesorgt, während das Blumenhaus Peine aufwändige Blumenarrangements zur Verfügung gestellt hatte. Die Begleitung am Klavier übernahm Prof. Stephan Görg, der bereits seit vielen Jahren die LMQ-Konzerte musikalisch unterstützt.

Feierlich und würdevoll stimmten zunächst die vier Musiker der Mainzer Dombläser mit dem Werk „Trumpet Voluntary“ auf den Abend ein und stellten dieses Werk dem ersten musikalischen Block voran, der geistliche Musik zum Inhalt hatte.

Das LMQ unter der Leitung von Musikdirektor Harald Jüngst zeigte im Anschluss mit den feierlichen Chorsätzen „Herr, dein Lob“ von Henry Purcell und „O Herr, gib Frieden“ von Dimitri Bortniandki sein sängerisches Können und interpretierte die Werke mit Stimmvolumen und Einfühlungsvermögen. Als Solist konnte der Chor mit dem lyrischen Tenor Michael Kurz schließlich einen Künstler begrüßen, der bereits 1995 beim „6. Konzert im Frühling“ eine LMQ-Veranstaltung bereichert hatte. Im ersten musikalischen Block gab er das bekannte „Caro mio ben“ von Tomaso Giordano sowie das leidenschaftlich-elegante „Un aura amorosa“ von Mozart zum Besten.

Um den „deutschesten aller Flüsse“ drehte sich der „Abendfriede am Rhein“, erhaben und gesangsstark vorgetragen vom LMQ. Bei Franz Schuberts „Nachthelle“ stand Michael Kurz im gesanglichen Dialog mit dem Chor. Die „Humoresque“ aus der Oper „Toska“ von Dvorák gab sich beschwingt und tänzerisch. Im Folklore-Teil interpretierte das LMQ auf gesangsintensive Weise „Die zwölf Räuber“, das vor allem durch das gelungene Solo von Dieter Waldhelm überzeugte. Mit der feierlichen „Battle hymn of the Republic USA“, besser bekannt unter „Glory, glory halleluja“, schlossen Chor und Dombläser den ersten Konzertteil ab.

Nach der Pause machte der Kirchenchor St. Bartholomäus Meggen auf sich aufmerksam, der ebenfalls von LMQ-Chorleiter Harald Jüngst betreut wird. Die Sängerinnen und Sänger eröffneten ihren Auftritt mit den christlichen Werken „Jauchzet dem Herrn“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie Bachs „Jesus bleibet meine Freude“, um beim „Adiemus“ kraftvollen Gesang mit Rhythmus (Percussion und Schlagwerk: Thomas Kässens) zu verbinden. Der Oper- und Operettenblock bereitete schlussendlich den beschwingten Weg zum glanzvollen Finale, das die LMQ-Sänger und die Dombläser zackig mit dem Deutschmeister-Regiments-Marsch gestalteten, dem als Zugabe nach donnerndem Applaus das Lied „Come Together“ folgte. Das Finale mündete in einem prächtigen Glitterregen. - bot

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