„Querelen“ beim DLRG-Vorstand: Neustart im Januar

Lüdenscheid - Die DLRG-Ortsgruppe Lüdenscheid muss ihre Rettungsschwimmer-Ausbildung neu organisieren und sagt daher den letzten für dieses Jahr geplanten Rettungsschwimmer-Kurs, der nach den Ferien beginnen sollte, ab.

Während sich im Sommer überregional die Nachrichten von Schwimmunfällen häuften und die Forderung nach mehr Rettungsschwimmern laut wurde, trennte sich die Lüdenscheider Ortsgruppe von ihren beiden Rettungsschwimmer-Ausbildern Carsten Hafermas und Thomas Kayser. Beide hatten ihre Aufgaben im Verein seit acht Jahren wahrgenommen. Inzwischen haben sie mit 30 Gründungsmitgliedern eine neue Ortsgruppe Schalksmühle ins Leben gerufen, der Carsten Hafermas vorsitzt. Der spricht von „Querelen“ mit dem Lüdenscheider Vorstand.

Auf Nachfrage teilte er mit, ihnen seien offiziell keine Gründe genannt worden, sonst hätte man Stellung nehmen können. Tatsache sei, dass er „mit dem Führungsstil von Teilen des Ortsgruppenvorstandes“ nicht mehr klargekommen sei: „Wir durften nicht so arbeiten, wie wir es für richtig hielten.“ Zwar sei er verärgert über die Art und Weise, zugleich aber entschlossen, Imageschaden von der DLRG fernzuhalten. Hafermas, immerhin auch Vizechef von 86.000 DLRGlern im Landesverband Westfalen mit seinen 234 Ortsgruppen in 24 Bezirken, blickt daher lieber nach vorn als zurück.

Der Lüdenscheider Vorsitzende Werner Zimmermann, gerade aus dem Urlaub zurück, wusste von der neuen Schalksmühler Gruppe noch nichts. Der Vorstand habe den beiden die Ausbildungsgenehmigung intern einstimmig entzogen: „Wir waren es leid.“ Hafermas habe seine eigene Suppe gekocht. „Wir bauen uns jetzt völlig neu auf“, kündigte Zimmermann zur Rettungsschwimmer-Ausbildung an: „Ab Januar gibt’s einen Neustart.“ - sum

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